Ernährung

Tipps für eine klimafreundliche Ernährungsweise

Unsere Ernährungsweise hat einen großen Einfluss auf das Klima. Jeder kann also über das, was er isst und trinkt, direkt zum Klimaschutz beitragen.

  • Essen Sie mehr pflanzliche Lebensmittel, reduzieren Sie Fleisch und tierische Produkte. – Grundnahrungsmittel sollten Getreide, Gemüse und Obst sein. Besonders hoch ist der CO2-Fußabdruck von Rindfleisch und fettreichen Milchprodukten, wie Butter, Sahne oder Käse. Denn je mehr Fett ein Milchprodukt enthält, desto mehr Milch wird für die Produktion gebraucht.

Essen, was die Natur gerade bietet

  • Essen Sie überwiegend saisonal und regional. – Saisonale und regionale Produkte brauchen keine langen Transportwege und lassen sich mit relativ wenig Energieaufwand produzieren. Besonders günstig ist saisonale Freilandware oder solche aus Folientunneln und unbeheizten Gewächshäusern. Regionales Obst und Gemüse aus beheizten Gewächshäusern schneidet dagegen unter Umständen noch schlechter ab als Freilandware, die per Luftfracht importiert wird. Ähnliches gilt für regional geerntete Äpfel, die monatelang gelagert werden. Mit jedem Tag, den der Apfel lagert, verschlechtert sich sein CO2-Fußabdruck.
  • Erledigen Sie Einkäufe möglichst zu Fuß oder mit dem ­Fahrrad. – Der Lebensmittel-Einkauf mit dem Auto verursacht oft mehr CO2-Emissionen als die landwirtschaftliche Erzeugung und der Transport der Produkte. Auf dem Land geht es aber oft nicht ohne das Auto. Dann sind Großeinkäufe vorteilhaft.

Abfälle vermeiden

  • Reduzieren Sie Verpackungsmüll. – Achten Sie beim Einkauf auf wenig Verpackungsmüll und auf die Art der Verpackung. Kaufen Sie Mehrweg- statt Einwegprodukte. Sofern möglich, kaufen Sie unverpackte Lebensmittel und nutzen Sie beispielsweise eigene Beutel zum Einkauf von Obst und Gemüse.
  • Vermeiden Sie Lebensmittelverschwendung. – In deutschen Haushalten landen pro Kopf und Jahr mindestens 75 kg Lebensmittel im Müll. Um das zu vermeiden, ist planvolles Handeln gefragt. Dabei helfen zum Beispiel ein Einkaufszettel und ein Plan, wie die vorhandenen Lebensmittel sinnvoll verarbeitet und zubereitet werden können.
  • Nutzen Sie klimafreundliche Küchengeräte. – Im Haushalt verbrauchen Kühlschränke und Gefriergeräte besonders viel Strom. Deshalb lohnt es sich gerade hier, auf energieeffiziente Modelle zu achten. Beim Kochen lässt sich durch einfache Tricks Energie sparen. Mit ­einer passenden Herdplatte und ­einem passenden Topfdeckel ist der Stromverbrauch beim Kochen nur ein Drittel so hoch.

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