Pflege

Pflegebedürftige bei Hitze schützen

Hohen Außentemperaturen machen alten und pflegebedürftigen Menschen sehr zu schaffen. Bei der Pflege sind jetzt besondere Maßnahmen wichtig, um sie vor der Hitze zu schützen.

Alte und pflegebedürftige Menschen leiden besonders unter hohen Temperaturen. Das Pflege-Portal pflege.de sowie die Verbraucherzentrale NRW geben Tipps, wie sie vor Hitze geschützt werden:

  • Empfindliche Menschen sollten bei Hitze drinnen bleiben und die Wohnung möglichst kühl halten. Dazu nachts und frühmorgens mit Durchzug lüften und über Tag die Fenster möglichst geschlossen halten. Die Fenster nach Möglichkeit verdunkeln.
  • Bei Hitze sollten ältere Menschen mindestens 1,5 bis 2 l am Tag trinken – sofern keinen Erkrankung dagegen spricht. Ideal sind Wasser, ungezuckerte Kräuter- und Früchtetees oder Saftschorlen mit hohem Wasseranteil.
  • Durch vermehrtes Schwitzen wird die Haut anfälliger für das Wundliegen, auch Dekubitus genannt. Vorbeugen lässt sich ein Dekubitus durch ausreichend Luftkontakt. Bettlägerige Patienten sollten außerdem regelmäßig im Bett umgelagert werden. Zusätzlich sollte die Bettdecke mehrmals am Tag gelüftet und gewendet werden.
  • Inkontinenzmaterial muss regelmäßig gewechselt werden. Wenn möglich, keine Inkontinenzhosen, sondern Netzhosen mit Einlagen verwenden, um Wärmestau zu vermeiden.
  • Duschwasser und Getränke sollten lauwarm sein. Fuß- und Handbäder, feuchte Umschläge auf Armen, Beinen oder im Nacken, kühlendes Abreiben sowie Wassersprays helfen, den Körper herunterzukühlen.
  • Kleidung und Bettwäsche sollten aus atmungsaktiven Naturstoffen, wie Baumwolle oder Leinen, sein.
  • Einige Medikamente können bei Hitze Probleme machen. Deshalb sollten sich ältere und pflegebedürftige Menschen von ihrem Arzt bezüglich ihrer Medikamente beraten lassen.
  • Viele Medikamente müssen bei weniger als 25 °C gelagert werden. Darauf ist zu achten.

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