Pflege und Gewalt

Wenn Pflegen Grenzen überschreitet

Etwa drei Viertel aller Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt. Für pflegende Angehörige kann das zur Überlastung werden. Was Sie tun können, um unangemessene Reaktionen zu vermeiden? Alterswissenschaftlerin Dr. H. Elisabeth Philipp-Metzen gibt Antwort.

Etwa zehn Jahre lang wird im Schnitt ein Pflegebedürftiger in den eigenen vier Wänden durch Angehörige versorgt. Welche Rolle spielt dabei Gewalt in der häuslichen Pflege?

Die meisten Angehörigen – und das sind meistens Frauen – kümmern sich rührend und viele auch aufopfernd um ihre pflegebedürftigen Familienmitglieder. Dennoch kann es zu schwierigen Situationen kommen, die Pflegende körperlich und seelisch an ihre Grenzen bringt.
Pflege ist auf Dauer zeit-, kraft- und nervenaufreibend. Viele Menschen übernehmen diese Aufgabe, ohne darauf vorbereitet zu sein und trauen sich damit mehr zu, als sie auf Dauer leisten können. Denn wie lange die Pflegesituation anhalten wird, wissen sie nicht.
Außerdem sind die meisten Laien. Techniken, die ihnen die Pflege erleichtern, wie beispielsweise rückenschonendes Heben, beherrschen viele nicht. Das kann sie auf Dauer überfordern und unnötig zu eigenen körperlichen Beschwerden und Stress führen.
Aus Stresssituationen heraus reagieren Menschen schneller unangemessen. Es kommt zu körperlichen Übergriffen. Es wird gedroht, Druck ausgeübt, beleidigt, vernachlässigt oder ausgenutzt. Manchem ist auch gar nicht bewusst, dass er übergriffig handelt.

Was sind die häufigsten Auslöser für Gewalt gegenüber Pflegebedürftigen?

Es gibt bestimmte Faktoren, die die häusliche Pflegesituation zusätzlich belasten und damit das Risiko für Gewalt erhöhen. Dazu zählen beispielsweise eine Harn- und/oder Stuhlinkontinenz beim Pflegebedürftigen. Erschwerend wirkt es sich auch aus, wenn der Pflegebedürftige unzureichend mit Hilfsmitteln wie, beispielsweise Vorlagen, Pflegebett oder Rollstuhl, versorgt ist. Pflegesituationen eskalieren eher, wenn in einer gemeinsamen, räumlich sehr beengten Wohnung gepflegt wird.

Eine Rolle spielen auch das Alter und...


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