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Osteopathie

Osteopathie stellte die Balance wieder her

Osteopathen sehen nicht nur auf den Schmerz, sondern betrachten den ganzen Menschen. Sie beseitigen die Ursache von Beschwerden, indem sie Blockaden lösen. Die sind aber nicht immer dort, wo der Schmerz sitzt.

Bei der Osteopathie spürt der Therapeut mit den bloßen Händen Spannungen im Körper auf und beseitigt sie.

Blockaden in der Hüfte lösen, um einen Fersensporn zu therapieren? Oder eine Narbe behandeln, um Rückenschmerzen zu lindern? In der Osteopathie ist das nichts Ungewöhnliches. Warum das so ist, das erklärt Osteopathe Karsten Weßling vom Osteopathiezen­trum Ahaus & Gronau.

Die Ursache für den Schmerz ertasten

Osteopathie beschäftigt sich nicht nur mit den Knochen. Sie betrachtet den Menschen als Ganzes und versucht, Ursachen von Schmerzen zu finden und zu beseitigen. Dafür tastet der Osteopath den Körper mit den Händen ab. Dabei spürt er Spannungen und Blockaden in Knochen, Muskeln und Bindegeweben auf. Sie geben Hinweise darauf, wo die Funktion von Gelenken und Organen gestört ist. Zusammen mit einer ausführlichen Anamnese geht der Osteopath dann der Ursache der Beschwerden auf den Grund.

Therapie nur mit den bloßen Händen

Ziel der osteopathischen Behandlung ist schließlich, die körper­liche Funktionsfähigkeit wiederherzustellen, in dem die Blockaden beseitigt werden. Dabei kommen keine Apparate, Spritzen oder Medikamente zum Einsatz, sondern nur die Hände des Therapeuten. Zum Beispiel kann er durch gezielten Druck auf bestimmte Körperpunkte den Körper des Patienten dazu anregen, seine Bewegungen und Funktionen ins Gleichgewicht zu bringen.

Karsten Weßling vergleicht den Organismus mit einer Waage. Diese versucht ständig, die Kräfte, die in ihm wirken und von außen auf ihn einwirken, in eine Balance zu bringen. Gelingt das nicht mehr, wird der Mensch krank. Die Osteopathie versucht, diese Balance wiederherzustellen.

Dabei unterscheidet er zwischen strukturellen und funktionellen Störungen. Eine strukturelle Störung liegt zum Beispiel vor, wenn ein Bein länger ist als das andere und deshalb das Becken schief ist. Hier kann auch der Osteopath nicht helfen. Anders sieht es aus, wenn der Beckenschiefstand funktioneller Natur ist, also zum Beispiel durch einseitige Bewegungen entstanden ist. In solchen Fällen kann der Osteopath Abhilfe schaffen.

Den Körper als Einheit betrachten

Das Prinzip der Osteopathie beruht darauf, dass der Körper eine biologische Einheit ist. Über Sehnen, Muskeln und sogenannte Faszien, also das Bindegewebe, sind die einzelnen Regionen des Körpers miteinander verbunden. Das ist die Erklärung dafür, dass die Ursache eines Schmerzes oft an einer ganz anderen Stelle sitzt als der Schmerz selbst. Karsten Weßling erzählt von einem Fall, bei dem eine zu straff eingestellte Zahnspange einen Fersensporn verursacht hat.

Ein wichtiger Partner des Osteopathen sind die Selbstheilungskräfte des Körpers. Durch die gezielte Behandlung setzt der Therapeut oft nur einen Anreiz, den Rest macht der Körper selbst.

Osteopathen behandeln eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Beschwerden. Dazu gehören nciht nur Beschwerden des Bewegunsapparats, sondern auch Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden oder Menstruationsbeschwerden.

Osteopathie hat Grenzen

Manchmal reicht schon eine osteopathische Behandlung aus, um eine Linderung zu erzielen. Grundsätzlich gilt aber: Spätestens nach der dritten Behandlung muss sich ein Effekt zeigen. Ist das nicht der Fall, muss der Patient vielleicht einen anderen Therapeuten oder Arzt aufsuchen. Denn Karsten Weßling gibt offen zu, dass auch die Osteopathie nicht alles heilen kann.

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