Kinderernährung

Kinderdesserts – besser als gedacht

Einige sind mehr Süßigkeit als Nachtisch, andere dagegen durchaus vertretbar: Die Stiftung Warentest hat Kinderdesserts unter die Lupe genommen.

Kinder lieben sie, für viele Eltern sind sie ein Graus: Die kleinen Desserts mit den niedlichen Namen, wie Fruchtzwerge oder Leckermäulchen. Die Stiftung Warentest hat 25 Kinderdesserts getestet.

Testsieger sind Frischkäsezubereitungen

Entscheidend für die Gesamtbeurteilung war vor allem die ernährungsphysiologische Qualität. Besonders gut schnitten in dieser Hinsicht die Frischkäsezubereitungen ab. Acht solcher Desserts bekamen die Gesamtnote „gut“, zum Beispiel die Fruchtzwerge-Varianten klassisch, bio und weniger süß. Ähnlich gut sind die preiswerteren Fruchtjuniors von Aldi Nord und Süd.

Vergleichen lohnt sich

Viele Desserts kamen in der Bewertung gut weg, weil die Portionen mit 50 bis 60 g sehr klein sind. Allein deshalb liefern sie wenig Zucker und Fett. „Für ein fünfjähriges Kind ist ein kleiner Becher am Tag in Ordnung“, finden die Tester. Eltern sollten aber genau hinschauen, was sie ihrem Kind anbieten. Beispielsweise hat das schlechteste Produkt im Test, das Milchdessert Angry Birds von Zott, pro Portion bis zu 6-mal so viele Kalorien wie ein Becher Fruchtzwerge oder Monsterbacke und 14-mal so viel Fett.

Desserts sind besser als vor 20 Jahren

Erfreulich ist, dass einige Anbieter ihre Produkte im Laufe der vergangenen 20 Jahre deutlich verschlankt haben. Fruchtzwerge beispielsweise enthielten damals etwa doppelt so viel Fett, ein Drittel mehr Zucker und ein Drittel mehr Kalorien.

Mehr Süßigkeit als Dessert sind auch heute noch die Desserts mit Topping, also einer Extraportion Schokolinsen oder Ähnlichem zum Draufstreuen.

Am besten selber machen

Selbst die Produkte, die im Test vergleichsweise gut abgeschnitten haben, kommen aber nicht an Naturjoghurt oder Quark mit frischem Obst he­ran. Ein solches Dessert liefert weniger Zucker, dafür aber eine extra Portion Vitamine.

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