Eichenprozessionsspinner

Was juckt da so heftig ?

Sie hängen in Eichen, Hainbuchen oder auch Fichten – die Raupen des Eichenprozessionsspinners. Von Mai bis Juli bilden die Raupen giftige Brennhaare aus. Wer mit diesen feinen Härchen in Kontakt kommt, kann gesundheitliche Probleme bekommen.

In vielen Fällen kommt es zu Hautausschlägen und heftigem Juckreiz. Die Haut rötet sich und bildet Quaddeln. Es können sich auch Eiterbläschen und Knötchen entwickeln, die an eine Reaktion durch einen Insektenstich erinnern. Oft dauern die Symptome ein bis zwei Wochen an.

Geraten die Härchen ins Auge, kann das eine heftige Bindehautentzündung mit roten Augen und geschwollenen Lidern verursachen. Werden die winzigen Härchen, die ein Eiweißgift enthalten, eingeatmet, reizen diese die Schleimhaut von Nase, Rachen und Bronchien.

Insbesondere bei vorbelasteten Menschen kann es zu Entzündungen mit Husten und in schweren Fällen zu Atemnot kommen. Überempfindliche Personen neigen in Einzelfällen auch zu allergischen Reaktionen.

Was Sie tun können

Sind Sie mit der Raupe oder den Härchen des Eichenprozessionsspinners in Kontakt gekommen, sollten Sie unter anderem folgendes beachten:

  • Ziehen Sie die Kleidung vor der Haustür bzw. im Hauswirtschaftsraum ausziehen, damit Sie die Brennhaare möglichst nicht in alle Räume hineintragen;
  • Waschen die Kleidung bei 60°C;
  • Nehmen Sie sichtbare Härchen der Raupe mit einem Klebestreifen wie Tesa oder Heftpflaster auf und entsorgen diese;
  • Duschen Sie sich anschließend gründlich ab. Vergessen Sie Ihre Kopfhaare nicht;
  • Kratzen Sie die Haut nicht auf;
  • Kühlen Sie befallene Hautstellen, das lindert den Juckreiz;
  • In der Apotheke erhalten Sie Mittel gegen Juckreiz, teilweise auch mit Cortison, sowie Antihistaminika gegen allergische Reaktionen;
  • Starke Hautreizungen mit Juckreiz und Schwellungen, aber auch gerötete Augen, Kopfschmerzen oder Atembeschwerden sollten Sie beim Hausarzt abklären lassen. Das gilt auch für seltene Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und Schwindel;
  • Bei akuter Atemnot, Kreislaufkollaps sowie Schwäche sollten Sie ins Krankenhaus oder den Notruf unter 112 rufen.

Den vollständigen Beitrag zum Thema lesen Sie auf den Gesundheitsseiten der Wochenblattausgabe 27 vom 04. Juli 2019.

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