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Diabetes durch Luftschadstoffe?

Die Zahl der Diabetiker steigt seit Jahren drastisch. Als Hauptrisikofaktoren für die Entstehung des Diabetes Typ 2, auch als Alterszucker bezeichnet, gelten vor allem Vererbung und Übergewicht.

Derzeit wird diskutiert, ob Feinstaub und Stickstoffoxide das Risiko für ­Diabetes Typ 2 erhöhen. Foto: Kurt/Pixelio

Seit einigen Jahren wird diskutiert, ob zusätzlich Umweltfaktoren wie Luftverschmutzung, Belastung mit Pestiziden und Passivrauchen eine Rolle spielen. Insbesondere Feinstaub und Stickstoffoxide stehen seit einiger Zeit in Verdacht, das Risiko für Diabetes Typ 2 zu erhöhen, meldet die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG).

Wenngleich die Zusammenhänge noch nicht vollständig geklärt sind, so zeigten doch Versuche an Mäusen, dass eine Belastung der Tiere mit Feinstaub über zehn Wochen eine Insulinresistenz bewirkt. Das bedeutet, die Wirkung des Insulins nimmt ab und der Blutzuckerspiegel steigt.

Eine Studie, die 2010 im Ruhrgebiet durchgeführt wurde, fand außerdem weltweit ­erstmalig einen direkten Zusammenhang von Feinstaub- und Stickstoffdioxid-Konzentrationen am Wohnort und der Zahl an Diabetes-Erkrankungen. Wie hoch aber zum Beispiel der Anteil des Straßenverkehrs am Diabetesrisiko tatsächlich ist, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen und bedarf nach Angaben der DDG weiterer Studien.

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