Augen

Was tun bei extremer Fehlsichtigkeit?

Bleibt das Sehen trotz Brille und Kontaktlinsen unscharf, sind Alternativen gefragt. Manchmal verhelfen chirurgische Eingriffe zu einem besseren Sehen.

Optiker können stark fehlsichtigen Patienten mit Brillen und Kontaktlinsen oft mehrere Jahrzehnte helfen. Fehlsichtigkeiten lassen sich meist gut mit einer Brille korrigieren, im Alter häufig mit Bifokal- oder Gleitsichtbrillen. Auch mit Kontaktlinsen sind hohe Kurzsichtigkeiten und Hornhautverkrümmungen auszugleichen.

Doch ab einem bestimmten Punkt wird für viele dieser Patienten der Gang zum Augenarzt unausweichlich. Dieser Zeitpunkt kommt meist, wenn die neuen Brillengläser zu dick werden oder ihnen selbst mehrere Brillen nicht mehr helfen.

Manchmal werden Brillen auch unangenehm, beispielsweise bei großem Unterschied der Brechkraft zwischen den Augen, bei einer Nickelallergie oder bei empfindlichen Druckstellen am Nasenrücken. Auch verträgt nicht jeder Patient Kontaktlinsen. Etwa bei trockenem Auge, bei Unverträglichkeiten gegenüber Reinigungsmitteln der Kontaktlinsen oder bei ungünstigen Arbeitsbedingungen wie Staub und Hitze, wird das Tragen oft schwierig.

Augen lasern lassen

Augenchirurgen können starke Fehlsichtigkeiten je nach Befund unterschiedlich ausgleichen.

Bei einer noch flexiblen, ungetrübten Linse lässt sich eine Fehlsichtigkeit mit verschiedenen Laserverfahren korrigieren. So kann er beispielsweise die Hornhautoberfläche oder das Hornhautinnere mithilfe des Lasers verändern, um die Kurz- und Weitsichtigkeit sowie Hornhautverkrümmung auszugleichen.

Eine gesunde und ausreichend dicke Hornhaut ist hierfür die Voraussetzung. Jeweils angepasste Verfahren gleichen eine Kurzsichtigkeit bis -8 Dioptrien (dpt), eine Weitsichtigkeit bis 3 dpt und eine Hornhautverkrümmung bis 5 dpt aus. Die Behandlung wird ab dem 18. Lebensjahr durchgeführt und ist keine Kassenleistung.

Künstliche Linsen einsetzen lassen

Linsenimplantationen können, anders als die Laser-Operationen, auch bei starker Fehlsichtigkeit sowie bei Menschen mit dünner Hornhaut eingesetzt werden. Solche Intraokular-Linsen (IOL) gleichen stärkere Kurz- und Weitsichtigkeiten sowie Hornhautverkrümmungen aus. Ist die eigene Linse noch flexibel, kann der Augenchirurg eine künstliche Linse (Phake IOL) zusätzlich zur natürlichen Linse einsetzen.

Ab einem Alter von 45 Jahren wird die natürliche Linse jedoch unflexibel. Dann wird sie meist durch eine monofokale oder multifokale IOL ersetzt. So auch bei Annette Gewing. Schon ein Tag nach dem Eingriff konnte sie erstmalig Schneeflocken fallen sehen. Sechs Monate später erzählt sie, dass sie wieder Nähen und Puzzeln kann, sogar ohne Brille.

Den vollständigen Beitrag können Sie nachlesen auf den Gesundheitsseiten der Wochenblattausgabe 26 vom 27. Juni 2019.

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