Klimabewusst pflanzen

Trockenheitsverträgliche Stauden

Gibt es künftig mehr Sommerdürre, wird monatelanges Bewässern nicht mehr möglich sein. Gefragt sind dann Blühpflanzen, die mit viel Sonne und wenig Wasser auskommen.

Wochenlang kein Tröpfchen Regen und dazu knallige Sonne – auf solche Sommer müssen sich Gartenbesitzer einstellen. Die beste Strategie: Die Bepflanzung an den Standort anpassen. Sandige Böden lassen Regenwasser schnell versickern und speichern nur wenig Nährstoffe. Unter solchen Bedingungen gedeihen zum Beispiel Pflanzen aus der Mittelmeerregion wie Lavendel, aber auch Pflanzen aus den nordamerikanischen Grassteppen und heimische Arten. Sie nutzen unterschiedliche Strategien, um mit Trockenheit zurechtzukommen:

  • Manche Pflanzen haben kleine, feste Blätter, die wenig Wasser verdunsten.
  • Einige Arten wurzeln tief oder sehr fein verzweigt, um das benötigte Wasser aufzusaugen.
  • Andere Spezialisten speichern Wasserreserven in den Blättern.

Silbrig-graues Laub

Mittelmeer-Stauden wie Salbei, Thymian, Oregano, Rosmarin und Lavendel sind dank ihres kleinen, nadelförmigen Laubs perfekt auf magere, sonnige Standorte eingestellt- Ähnlich graue Blätter mit aromatischem Geruch, aber gelben Knopfblüten bietet das Heiligenkraut. Die Graulaubigen brauchen durchlässigen Boden mit wenig Nährstoffen. Sonst verlieren sowohl Lavendel als auch Heiligenkraut ihre kompakte Form. Aus beiden lassen sich niedrige Beeteinfassungen pflanzen. Für den Beetrand darf der Wollziest mit seinen großen eselsohrartigen Blättern nicht fehlen. Die Große Wollbiene, eine Wildbienenart, benutzt seine Härchen für den Nestbau und wird durch die Pflanzen in den Garten gelockt.

Langlebig und robust

Auch Taglilien können viel Trockenheit aushalten. Sie bilden eine Masse an riemenförmigen Blättern und sehr große, farbstarke Einzelblüten. So speichern sie Feuchtigkeit und Nährstoffe in ihren fleischigen Wurzeln. An einen etwas absonnigen Standort vor Sträuchern wachsen und blühen sie auch in trockenen Jahren über mehrere Wochen. Gräser sind typische Steppenpflanzen, die sich an die Sommertrockenheit angepasst haben. Sie zeichnen sich durch ein dichtes, feines Wurzelsystem aus oder bilden dicht verzweigte Rhizome. Sehr wüchsig ist beispielsweise das Lampenputzergras (Pennisetum).