Gartentipps für den Dezember

Sträucher richtig umpflanzen

Bleibt es weiterhin mild, ist draußen noch einiges zu tun. Auf dem Wochenblatt-Arbeitskalender steht zum Beispiel: Laubgehölze pflanzen, Unkraut jäten, Obstwiesen pflegen.

Winterruhe im Garten? Von wegen! Noch ist die Witterung ideal, um Bäume oder Sträucher zu pflanzen. Das Angebot in den Baumschulen ist momentan entsprechend üppig. Außerdem können Gartenbesitzer die Wochen bis Weihnachten nutzen, um Sträucher zu verpflanzen, die einen ungünstigen Standort haben. Laubgehölze, die zu groß geworden sind oder nicht ins Beet passen, sollten nach dem Blattfall versetzt werden.

Pflanzschnitt für Sträucher

Laubgehölze, die bis zu fünf Jahre am Standort wachsen, lassen sich mühelos noch einmal umpflanzen. Stehen die Pflanzen länger als fünf Jahre, dann ist es sortenabhängig und ein bisschen Glückssache, wie und ob sie noch anwachsen werden. Für einen guten Start der Sträucher können Sie Folgendes tun:

  • Wenn die Gehölze aus dem Boden gegraben werden, verlieren sie einen Teil der Wurzeln. Durch einen kräftigen Rückschnitt der Zweige verbessern Sie das Gleichgewicht zwischen den unter- und oberirdischen Pflanzenteilen.
  • Heben Sie ein Pflanzloch in doppelter Größe des Wurzelballens aus. Ist der Boden sehr schlecht, geben Sie etwas Kompost in die Pflanzgrube und vermischen ihn mit der Erde.
  • Anschließend ist das Angießen sehr wichtig. Dabei wird die Erde gleichmäßig an die Wurzeln gespült. Dieser Erdkontakt ist lebenswichtig.

Unkraut- und Schädlingskontrolle

Ein paar frostige Nächte machen noch keinen richtigen Winter. Für Gartenbesitzer bedeutet dies: Sie dürfen weiterhin draußen aktiv sind. Zum Pflichtprogram gehört eine regelmäßige Kontrolle, denn:

  • Wildkräuter wie Franzosenkraut und Roter Sauerklee wachsen bei mildem Wetter weiter und vermehren sich. Deshalb sollte bei passendem Wetter gejätet werden. Verblühte Pflanzen in die Biotonne geben.

    Roter Sauerklee sollte konsequent gejätet und aus dem Boden gezogen werden (Bildquelle: Laarmann)

    Vogelmiere sprießt bei milden Winterwetter weiter. (Bildquelle: Martina/stock.adobe.com)

  • Wühl- und Feldmäuse haben sich stark vermehrt. Sie fressen gern Pflanzenwurzeln. Eine vorbeugende Maßnahme ist das Freihalten der Baumscheiben. Auf Obstwiesen sollte das Gras kurz gehalten werden. Sitzstangen für Greifvögel erleichtern natürlichen Feinden die Jagd. Wühlmäuse lassen sich mit speziellen Fallen, die in einem benutzten Gang platziert werden, dezimieren.

Weißanstrich für Baumstämme

Obstbaumstämme lassen sich mit einer festen Bürste von alten Rindenlappen und daruntergelegenen Schädlingen befreien. Um die Bäume vor Frostrissen zu schützen, werden sie mit einem Weißanstrich aus dem Gartenhandel versehen. Die weiße Farbe reflektiert die Sonneneinstrahlung und mildert dadurch Temperaturunterschiede zwischen der Sonnen- und der Schattenseite der Stämme.

Ein weißer Stammanstrich schützt Obstbäume vor Frostrissen. (Bildquelle: B. Lütke Hockenbeck)

Den kompletten Arbeitskalender mit Gartentipps für den Dezember von Gärtnerin Angelika Laumann, Kreislehrgarten Steinfurt, lesen Sie in der Wochenblatt-Ausgabe 48/2018 vom 28. November 2019.

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