Eintopfen

Sommerbepflanzung für Töpfe und Kübel

Die Eisheiligen sind vorbei. Was kommt in die Töpfe und Kübel? Wir raten zu einem Mix aus Stauden, Kräutern und besonderen Sommerblumen.

Seit Wochen überbieten sich Gartencenter und Discounter bereits mit Sommerblumen-Angeboten. Doch erfahrene Pflanzenliebhaber warten, bis Mitte Mai die Eisheiligen vorüber sind und die Gefahr von Nachtfrösten sinkt. Kommen die Sommerblumen bei passender Witterung nach draußen, entwickeln sie sich mindestens genauso schnell wie die früher gesetzten Pflanzen, die lange im Kühlen bibbern mussten. Nicht nur Zierpflanzen, sondern auch Kräuter wie Lavendel, Thymian oder das imposante Strauchbasilikum machen sich bestens in Pflanzengefäßen. Wer einen dezenten grünen Begleiter zu farbenfrohen Blumentöpfen sucht, kann einen Speiselorbeer (Laurus nobilis) einpflanzen. Einzelne Blätter zum Würzen von Suppen und Soßen zupft man einfach ab.

Strauchbasilikum ist wüchsig und braucht einen großen Topf. Die violetten Blüten werden von Insekten umschwärmt. (Bildquelle: B. Lütke Hockenbeck)

Stauden in die Töpfe

Wer die Gefäße nicht zu jeder Saison neu bepflanzen will, setzt Ableger von Stauden hinein. Gut funktioniert das beispielsweise mit Storchschnabel (Geranium), aber auch mit Purpurglöckchen (Heuchera) und Funkien (Hosta). Wichtig ist, die Standortvorlieben zu beachten. Geranium funktioniert überall. Funkien mögen es halbschattig bis schattig und Purpurglöckchen brauchen mehr Sonne, um Blütenrispen zu bilden. Für sehr sonnige Plätze empfiehlt sich eine dauerhafte Bepflanzung mit Dickblattgewächsen, etwa Hauswurzen, Echeverien oder Sedum.

Wüchsige Funkiensorten füllen große Gefäße. Die Pflanzen stehen gern halbschattig bis schattig. (Bildquelle: B. Lütke Hockenbeck)

Storchschnabel gedeiht fast überall, auch im Pflanztopf (Bildquelle: B. Lütke Hockenbeck)

Salvien werden immer besser

Als Beetstaude ist der Ziersalbei (Salvia) ein unermüdlicher, treuer Blüher. Aber auch die neuen Züchtungen der einjährigen Sorten lohnen einen Versuch. Es recht eine Pflanze für einen mittelgroßen Kübel. Die etwa 40 cm hoch werdenden Blütenähren haben eine gute Fernwirkung. Wer nach der ersten Blüte beizeiten einen Rückschnitt wagt, wird mit einer üppigen Nachblüte belohnt, die sich bis zum Frost hält.

Salvien blühen ausdauernd bis zum Frost (Bildquelle: GMH/Kientzler )

Auch die blau blühenden Salvien entwickeln sich zu üppigen Pflanzen, die gut als Solisten im Topf wirken. (Bildquelle: pflanzenfreude.de)

Torffreie Erde nachdüngen

Während Lavendel, Thymian und Lorbeer mit magerem, etwas sandigem Substrat gut zurechtkommen, brauchen Sommerblumen oder Stauden mehr Nahrung für die Blütenbildung. Daher gibt man ihnen beim Einpflanzen am besten Langzeitdünger in die Erde. Er reicht als Nahrung bis zum Herbst meist aus. Pflanzen in torfreduzierte Erde müssen eventuell früher nachgedüngt werden. Das gilt vor allem, wenn viele Holz- und Kokosfaseranteile enthalten sind. Denn beim Abbau der Fasern wird der Pflanzennährstoff Stickstoff verbraucht. Wenn die Pflanzen schwächeln oder nur spärlich blühen, bringt Flüssigdünger zügig neue Kraft.

Lesen Sie mehr:

Nachhaltig gärtnern

Torffreie Pflanzerde auf Holzbasis

vor von Brigitte Laarmann

Das Erdenwerk Kleeschulte in Rüthen, Kreis Soest, nutzt Abfälle der umliegenden Sägewerke zur Herstellung von Pflanzsubstraten.

Blumen oder Gemüse oder Kübelpflanzen wachsen auch in Erden ohne Torf gut. Die Alternativsubstrate sind aber etwas anders in der Handhabung.

Sie tragen klagvolle Namen wie Jungfer im Grünen, Judassilberling und Zittergras. Diese traditionsreichen Sommerblumen dürfen frisch in die Vase, lassen sich aber auch zu Dekozwecken trocknen.