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Wintervorbereitung

Richtig Rasenmähen im Herbst

Bei milder Witterung wachsen Gräser weiterhin. Es darf auch noch gemäht werden, aber nicht zu kurz.

Laub und Pilze lassen sich mit dem Rasenmäher aufnehmen. Reichlich Pilze sind ein Anzeichen für Rasenfilz.

Wenn die Temperaturen nachts auf den Nullpunkt zugehen und die Tage kühler und kürzer werden, stellt sich der Rasen auf den Winter ein. Die Gräser legen Nährstoffreserven an. Alles, was die Pflanzen stresst, ist nun zu vermeiden. Das bedeutet: keine Herbizidbehandlungen, kein Kalken, kein radikaler Tiefschnitt vor dem Winter. Hartnäckig hält sich das Gerücht, man tue damit etwas Gutes für den Rasen. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Wer den Rasen sehr kurz mäht, vernichtet die Nährstoffvorräte. Besser ist es, die Schnitthöhe zum Winter hin leicht anzuheben. Zierrasen sollte beispielsweise nicht auf 2 cm, sondern auf 2,5 bis 3 cm Höhe gemäht werden.

Letzter Rasenschnitt

Solange der Rasen bei milder Witterung wächst, kann weiter gemäht werden. Aber das ist sicher nicht mehr so häufig erforderlich. Kündigt der Wetterbericht eine Kaltfront mit Dauerfrost an, ist der Schnitt unverzüglich zu stoppen. Die Schnittflächen verheilen zu dieser Zeit viel langsamer als in der Vegetationsperiode. Schafft die Pflanze es nicht, die Wunde rechtzeitig zu schließen, sind dies „offene Scheunentore“ für Krankheitserreger. Daher lieber den Rasen etwas länger, aber mit unversehrten Blättern in den Winter gehen lassen.

Stickstoff runter, Kali rauf

Werden die Rasengräser passend zur Jahreszeit mit Nährstoffen versorgt, mindert das ihren Stress. Stickstoff (N) wird im Herbst sparsam dosiert, um das Gräserwachstum nicht zusätzlich anzuregen. Dagegen brauchen die Pflanzen im Herbst – wie auch im Frühjahr – ausreichend Kalium (K). Es macht die Pflanzen widerstandsfähiger gegen Frost und Krankheiten. Denn Kalium fördert die Zellwandbildung und damit die Stabilität der Zellen.