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Gartenfachmesse in Köln

Grillen per Smartphone

Draußen geht noch mehr Technik. Nicht nur der Rasenmäher hört aufs Smartphone, auch der Grill wird per Bluetooth zugeschaltet und fordert per Piepton mehr Kohle. Solche technischen Raffinessen wurden auf der Gartenfachmesse in Köln gezeigt.

Dicht umlagert war die Grill- und Backvorführung des australischen Herstellers Everdure, dessen Nobelgrill per Smartphone zu steuern ist.

Garten ja – aber bitte einfach! Diesem Kundenwunsch versucht die grüne Branche mit hochtechnisierten Produkten entgegen zu kommen. Das war auf der Internationalen Gartenfachmesse (gafa) zu beobachten. Sie fand vom vergangenen Sonntag bis Dienstag in Köln statt.

Ferngesteuert Grillen

Elektronische Fleischthermometer sind Bestandteil etlicher hochpreisiger Grillgeräte. Und technisch da geht noch mehr: Der australische Grillhersteller Everdure zeigte einen Holzkohlegrill mit elektronischer Steuerung, der sich per Bluetooth mit dem Smartphone verbinden lässt. Mithilfe eines Anwendungsprogrammes (App) des Herstellers kann der Nutzer den Grill starten und stoppen, bekommt Infos zum Garverlauf und wird per Warnton daran erinnert, Kohle nachzulegen oder die Luftzufuhr zu drosseln. Die Kosten für das Nobelgerät liegen bei 2400 €.

Aus dem Weltraum

Um Kräuter auf der Fensterbank heranzuziehen, bietet beispielsweise Hersteller Emsa einen Pflanzkasten mit LED-Beleuchtung und Dochtbewässerung an.

Emsas Aufzuchtstation wird mit Substrat-Saatgutkapseln bestückt. Dann Wasser einfüllen und Leuchte einschalten. Schon sprießt Grünes.

In die Pflanztöpfe legt man eine Substratkapsel mit integriertem Saatgut. Alles Weitere steuert das Gerät, das in ähnlicher Form bereits für Pflanzenkost bei Astronauten sorgt, wie ein Firmenvertreter stolz verkündete. Der Preis für ein Anzuchtkistchen mit drei Pflanztöpfen: 99 €. Etliche Hersteller boten vergleichbare Mini-Stationen für den Gemüse- und Kräuteranbau im Haus oder auf der Terrasse an. Denn selber ernten liegt im Trend.

Verbesserte Akkus

Bodenständiger kommen die vielen Gartengeräte-Hersteller daher. Noch bieten die meisten benzinbetriebene und verkabelte Elektrogeräte neben den Akkumodellen an. Aber das Akkuangebot steigt. So kündigt Hersteller Stiga für 2019 eine Serie von handgeführten Rasenmähern mit jeweils zwei 48 V Lithium-Ionen-Akkus an, die den Geräten mehr Energie und eine längere Laufzeit einhauchen und die Lebensdauer der Akkus verlängern sollen.

2019 bringt Stiga Rasenmäher mit zwei Lithium-Ionen-Akkus heraus. Das soll Leistung und Lebensdauer steigern. Die Akkus passen auch in andere Geräte.

Die Akkus können einzeln in Handgeräten wie Laubbläser oder Heckenschere eingesetzt werden. Den ersten Aufsitzmäher mit Akku-Antrieb hat Stiga bereits in diesem Jahr auf den Markt gebracht: Der Frontmäher e-park 220 wird über einen 4,3 kW Lithium-Ionen-Hochleistungsakku mit Energie versorgt. Das Gerät wird für rund 8000 € angeboten.