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Gartenpraxis

Gegen Fraßschäden: Kaninchen vom Obstbaum weglenken

Junge Obstbäume mit angeknabberter Rinde überleben selten. Meist sind Wildkaninchen die Übeltäter. Gärtner bieten ihnen im Winter Zweige zur Ablenkung an.

Wenn im Winter wenig auf der Wiese steht, gehen Kaninchen auf Nahrungssuche: Dabei machen sie sich gern über die Stämme junger Obstbäume her.

Das Nahrungsangebot wird für Wildtiere mit fortschreitendem Winter knapper. Auf der Suche nach Fressbarem durchstreifen sie Obstwiesen und Gärten und knabbern wertvolle Pflanzen an. Manche Schäden bleiben unbemerkt, wenn man nicht regelmäßig kontrolliert. Typisch ist das für Nageschäden an den Stämmen junger Obstbäume. Kaninchen fressen die noch relativ weiche Obstbaumrinde der Jungbäume gern ab. Passiert das in größerem Umfang, sind Pflanzen verloren.

Zweige vom Obstbaumschnitt, rund um den jungen Stamm gelegt, sind nützlich als Ablenkungsfutter.
Um die Tiere von den Bäumen wegzulotsen, nutzen erfahrene Gärtner die Ablenkungsfütterung: Sie stillen den Kaninchenappetit auf Obstbaumrinde mit Obstzweigen. Die dafür notwendigen Zweige fallen beim Winterschnitt der Obstbäume momentan reichlich an. Um Kaninchen von jungen Bäumen wegzulotsen, legt man einige Obstbaumzweige rund um die Stämme. Bei starkem Nageraufkommen reicht Ablenken allein aber nicht aus. Dann sollte eine Wildverbiss-Spirale um die Stämme gewickelt werden.
Ein Stammschutzgitter oder eine –spirale ist bei starkem Wildaufkommen für junge Obstbäume unerlässlich.