Flüssiggasbehälter

Gastank verschönern

Grün ist gnädig und lässt Unschönes verschwinden. Welche Pflanzen sich eignen, um den Gastank zu kaschieren und welche nicht, lesen Sie hier.

Anke Kreis, Gartenberaterin bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Bezirksstelle Oldenbürg Süd, weiß, wie man den Flüssiggastank verschönern kann.

Frau Kreis, wie lassen sich Gasbehälter durch eine Eingrünung kaschieren?

Eingrünen finde ich als gärtnerisches Konzept in Verbindung mit einem Gastank problematisch. Zum einen, weil es Vorschriften des Flüssiggaslieferanten gibt, den Behälter für den Tankwagen und auch für den Prüfer zugänglich zu halten. Zum anderen, weil die Umge­bung des Gastanks bestimmten Sicherheitsanforderungen entsprechen muss.

Was ist beim Bepflanzen in punkto Sicherheit wichtig?

Die Oberfläche des Tanks sollte nicht vergrünen. Der Tank ist ja aus gutem Grund mit einem hellen, lichtreflektierenden Anstrich versehen. Das soll einer Überhitzung vorbeugen. Steht der Tank aber im Schatten großer Gehölze und staut sich die Luft dort durch eine dichte Bepflanzung, ist das ungünstig. Dann trocknen Niederschläge nur langsam ab. Auf der feuchten Oberfläche des Tanks bilden sich Grünbeläge, die die Farbwirkung mindern. Außerdem sollte der Gastank nicht in der Nähe von Holzstapeln, Bretterwänden und ähnlichen, leicht entflammbaren Materialien stehen. Auch Totholz alter Bäume und Sträucher brennt wie Zunder und sollte aus der ­Nähe des Gastanks entfernt werden.

Wie steht es mit einer Hecke, um den Tank optisch vom Hof oder vom Garten abzutrennen?

Das ist eine gute Möglichkeit. Für eine Schnitthecke empfehle ich Hain- oder Rotbuchen. Sie lassen sich vergleichsweise schmal halten und gedeihen auf fast allen Böden. Allerdings muss man sie konsequent zweimal im Jahr schneiden. Deutlich mehr Platz benötigt eine frei wachsende Hecke aus Sträuchern. Sie muss nicht regelmäßig in Form geschnitten, sondern nur hin und wieder aus­gelichtet oder gestutzt werden. So eine Hecke erfordert aber deutlich mehr Platz. Die Sträucher werden mit der Zeit etwa 3 m hoch und sollten mindestens 2,50 m Abstand zum Gastank haben.

Welche Arten empfehlen Sie für eine freiwachsende Sichtschutzhecke aus Sträuchern?

Geeignet sind Gehölze wie der Gartenjasmin (Philadelphus coronarius). Er wächst zügig und straff aufrecht und wird etwa 2,5 m hoch. Weitere robuste Blühsträucher sind Weigelie (Weigela florida), Kolkwitzie (Kolkwitzia amabilis), Deutzie (Deutzia ­scabra Plena) und kleinblättriger, langsam wachsender Herbstflieder (Syringa Microphylla ‘Superba’). Man kann sie mit einzelnen immergrünen Sträuchern wie Ilex kombinieren. Die Ilxesorte J. van Tol bildet Blätter ohne Stacheln, auch der langsam wachsende Ilexcrenata eignet sich. Zur Garten­seite können niedrige Gehölze davorgesetzt werden, etwa der Maiblumenstrauch (Deutzia gracilis), Bogenflieder (Buddleja alternifolia), Brautspiere (Spirea arguta) und Ginster (Cytisus scoparius).

Gibt es Sträucher, von denen Sie für diesen Zweck abraten?

Ja, ich rate ab von Gehölzen, die Ausläufer bilden und dadurch an den Gastank heranwachsen.

Daher scheiden beispielsweise die meisten Arten des Hartriegels aus. Auch stachelige Gehölze wie Berbe­ritzen sind hier nicht ­an­gebracht, wenn sie regelmäßig ­geschnitten werden müssen. Wild­rosen sind hier ebenfalls schwierig.

Kann man den Gastank mit rankenden Pflanzen an Kletterhilfen kaschieren?

Grundsätzlich geht das, wenn Rankgerüste aus nicht brennbarem Material verwendet werden. Ich warne aber vor schnellwüchsigen immergrünen Rankern wie Efeu, Kriechspindel oder Cotoneaster. Sie erfordern regelmäßige Kon­trolle und kontinuierlichen Rückschnitt. Sonst geraten sie außer Kontrolle. Der Aufwand ist recht groß. Weniger Arbeit machen blühende, laubwerfende Rankpflanzen, etwa bestimmte Clematisarten. Bitte nicht irgendeine Pflanze im Baumarkt kaufen. Empfehlenswert ist zum Beispiel eine italienische Waldrebe (Clematis viticella). Sie wächst maßvoll, ist sehr gesund und einfach in der Pflege, Nach dem Winter schneidet man sie bodennah zurück. Das ist überschaubar in der Pflege. Ist der Standort sonnig, machen sich preiswerte Bodendeckerrosen an Rankgittern gut. Hier gibt es robuste, pflegeleichte Arten und Sorten, etwa ‘The Fairy’. Sie ist wahlweise rosa- oder weißblühend erhältlich. Als Bodendecker wird sie breit­buschig. Leitet man sie an einem Rankgerüst nach oben, klettert sie mehr in die Höhe als in die Breite. Sie erreicht etwa 1,50 m Wuchshöhe.

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