Grüne Ausflugsziele

Gartentour: Rosenzauber im Hochsauerlandkreis

Im sauerländischen Olsberg locken gleich zwei Dörfer mit sehenswerten Rosengärten: das Rosendorf Assighausen und der Schaugarten von Mechtild Heidrich auf dem Gutshof des Schlosses Bruchhausen.

Viele Gartenevents fallen in diesem Sommer aus. Umso wertvoller sind alle Angebote, die trotz der Corona-Pandemie bestehen bleiben. Im Hochsauerlandkreis lohnt zur Zeit der Rosenblüte ein Ausflug in die Olsberger Dörfer Bruchhausen und Assinghausen. An beiden Orten geht die Blütenpracht auf das Engagement von Mechtild Heidrich zurück, inzwischen 61 Jahre alt, Ex-Biologielehrerin und leidenschaftliche Rosengärtnerin.

Mechtild Heidrich (rechts) und ihre Mitarbeiterin Dagmar Kramer betreuen den Schau- und Verkaufsgarten und finden für Interessenten die passende Rose. (Bildquelle: Laarmann)

Schaugarten in Bruchhausen

Aus ihrem Hobby heraus baute sie zunächst im Olsberger Dörfchen Assinghausen einen privaten Schaugarten mit Rosengärtnerei auf. Vor elf Jahren zog sie an den heutigen Standort zum Gutshof des Schlosses Bruchhausen. Ein naturnah angelegter Schaugarten zeigt Besuchern, wie sich Rosen in Szene setzen lassen, mit welchen Stauden sie harmonieren und wie vielfältig das Sortiment ist. Englische Klassiker wie die Austinrose ‘Gertrude Jekyll’ gedeihen hier ebenso wie die aus Frankreich stammende Bourbonrose ‘Commandant Beaurepaire’ oder die vielen modernen Sorten deutscher Züchter wie Kordes, Tantau und Noack. Alle gezeigten Rosensorten können Interessenten in der angrenzenden Gärtnerei Rosenbogen erwerben.

Die Strauchrosensorte ‘Raubritter’ ziert den Bogen vor der Ruine im Schaugarten. Die einmal blühende Rose ist sehr winterhart – ideal für Sauerländer Verhältnisse. (Bildquelle: Heidrich)

Neu: Blütengarten

Der Blütengarten infomiert über naturnahe, tierfreundliche Pflanzen. (Bildquelle: Laarmann)

Ergänzend zu den Rosen legte Mechtild Heidrich im Jahr 2017 einen „Sauerländer Blütengarten“ an. Mithilfe von Spenden einer örtlichen Bank und LEADER-Fördermitteln entstanden ein ländlicher Gemüsegarten, ein Heilkräutergarten nach Kneipp, ein Nektargarten für Insekten, ein Schattengarten sowie nach Blühfarben geordnete Parzellen. Zahlreiche Infotafeln nennen die Pflanzennamen, informieren über die Verwendung in der Küche oder als Heilkraut und beschreiben, welche Tiere an den Blüten naschen. Wanderer kommen ebenso vorbei wie Gartenliebhaber. „Ich hatte auch schon Kindergärten und Gruppen aus Senioreneinrichtungen zu Besuch“, berichtet Mechtild Heidrich

Rosendorf Assinghausen

Der „Rosenring“, ein 9 km langer Rundwanderweg, führt von Bruchhausen über eine malerische Hochfläche ins Rosendorf Assinghausen. Zur Blütezeit ab Mitte bis Ende Juni ist es besonders reizvoll, durch den hübschen Ortskern mit Fachwerkhäusern zu flanieren. In den Vorgärten, an den Wegesrändern und in öffentlichen Anlagen leuchten Rosen. Rund 150 Sorten sind es, teilt der Rosenverein des Dorfes mit. Besucher können den Ort auf eigene Faust auf vier ausgeschilderten Wegen durchstreifen. Für Gruppen gibt es nach Voranmeldung Führungen.


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