Tomatenernte nicht gefährden

Gartenarbeiten im August

Bei Tomaten ist Vorsicht geboten: Schere weg von den Triebspitzen! Haben sich Ameisen in den Wurzeln von Kübelpflanzen angesiedelt, ist dagegen Handeln angesagt.

Die Pflanzenterminale - also die Spitze - ist wichtig für die Entwicklung der Tomatenpflanze. Auch wenn die Pflanzen während der Saison zu groß werden, sollte man sie daher nicht kappen. Wer die Pflanzen an Schnüren hochwachsen lässt, der löst diese oben, verlängert sie und lässt die Pflanzen zu Boden sacken. Anschließend die Schnüre oben wieder festbinden. Tomaten an Stangen lassen sich mit einer Schnurverlängerung, die an die Stangen gebunden wird, entweder weiter hoch oder auch schräg nach oben ziehen. Zur Not lässt man die Spitze herunterhängen. Die Seitentriebe, die sich in den Blattachseln entwickeln, werden weiterhin entfernt. Bei Busch- und Ampeltomaten entfällt dieses Ausgeizen. Hier wird nur etwas ausgelichtet, wenn die Pflanzen viel zu dicht wachsen. Damit die Beeren nicht platzen, sollte sehr gleichmäßig gewässert und die reifen Tomaten regelmäßig abgeerntet werden.

Die Clematissorte ‚Prince Charles‘ ist besonders empfehlenswert. (Bildquelle: Laumann)

Clematis pflanzen

Die beste Pflanzzeit für Waldreben (Clematis) ist August und September. Im erwärmten Boden wachsen die flachwachsenden Wurzeln gut an. Die Sortenvielfalt des Hahnenfußgewächses ist enorm. Für den Hausgarten gibt es kletternde und staudenartig wachsende Sorten in vielen Farben. Wer Sorten kombiniert, kann die Blütezeit verlängern. Spezialgärtnereien wie Clematis Westphal oder gut sortierte Staudengärtnereien geben einen prima Übersicht. Das Pflanzloch etwa einen Spaten breit ausgraben und den Wurzelballen 5 cm tiefer einsetzen. Der Boden sollte humos und gut durchlässig sein. Staunässe vertragen Waldreben nicht. Zudem mögen sie keine direkte Sonneneinstrahlung am Boden. Hier hilft eine Mulchschicht.

Blütenflor fördern

Wer bei Dahlien regelmäßig die verblühten Knospen entfernt, fördert einen ununterbrochenen Blütenflor. Gleiches gilt für viele Sommerblumen und Kübelpflanzen wie Wandelröschen, Margeriten, Fuchsien und Geranien. Volldünger kann schwächelnden Pflanzen zu neuem Wachstumsschub verhelfen.

Jahr der Ameisen

Ameisen können schädlich werden, wenn sie sich unter Pflanzen, Sträuchern und jungen Bäumen oder im Wurzelballen von Kübelpflanzen ansiedeln. Sie unterhöhlen die Pflanzen und drainieren den Ballen so sehr, dass die Pflanzen trotz reichlichem Gießen vertrocknen. Bei Befall sollte man die Pflanze umtopfen und das Gefäß danach auf Unterteller stellen.

Ameisen im Wurzelballen können dafür sorgen, dass Pflanzen trotz reichlichem Gießen vertrocknen. (Bildquelle: Laumann)

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