Obsternte

Faules Fallobst nicht liegen lassen

Vergammelnde Früchte unter den Obstbäumen locken nicht nur scharenweise Wespen an. Sie sorgen auch dafür, dass sich Krankheiten und Schädlinge ausbreiten. Deshalb: Weg damit!

Unter vielen Obstbäumen liegen reichlich angefaulte Äpfel, Birnen oder Pflaumen. Die Früchte sind durch Vogel- oder Insektenfraß, durch Sonnenbrände und Krankheiten beschädigt. Sie werden von den Bäumen vorzeitig abgeworfen. Auch wenn es nicht zu verwerten ist, sollte faules Fallobst aufgesammelt werden. Das trägt dazu bei, den Krankheits- und Schädlingsdruck im nächsten Jahr einzudämmen.

Wurm im Apfel: Apfelwickler

Ein Beispiel: Oft sind Äpfel vom Apfelwickler (Cydia pomonella) befallen. Die Made dieses unauffälligen, braunen Falters bohrt sich durch das Fruchtfleisch von Äpfeln, Quitten oder Birnen bis zum Kerngehäuse und frisst sich dort satt. Erkennbar ist ein Befall an trockenen, braunen Kotkrümeln um das Einbohrloch in der Nähe des Stiels oder an der Blüte.

Dass der Apfel verwurmt ist, erkennt man an den Kotkrümeln auf der Schale. (Bildquelle: Siebrecht)

Nach drei bis vier Wochen verlassen die Raupen den Apfel über ein zweites Bohrloch und kriechen zum Stamm, um sich dort unter der Rinde in einem weißen Gespinst zu verpuppen. Durch die Beschädigung in der Schale können Schadpilze eindringen und das Obst zum Faulen bringen. Mit dem Absammeln des Obstes kann man den Entwicklungszyklus des Apfelwicklers unterbrechen.

Fallobst schneller aufsammeln

Mit einem Pferdeäpfelsammler aus dem Tierbedarf lässt sich das Fallobst relativ bequem und schnell einsammeln. So muss man sich nicht nach jedem Apfel bis zur Erde bücken. Mit dem „Rechen“ können die faulen Äpfel oder Birnen in die Schaufel geschoben werden, ohne dass sie aufgespießt werden und hängen bleiben. Das funktioniert sehr gut auf Rasen oder festem Untergrund, ist aber auch bei höherem Gras möglich.

Fallobst verwerten

Falläpfel mit kleinen äußerlichen Blessuren können im reifen Zustand unbedenklich in der Küche verwendet werden. Sie eignen sich gut für Kompott. Einfach die braunen Stellen mit dem Kerngehäuse und die im ausgewachsenen Zustand rosa Made mit schwarzem Kopf herausschneiden.

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