Zum Inhalt springen
12 °C Münster (Westfalen)

Drücken Sie Öffnen / Eingabe / Enter / Return um die Suche zu starten

Stadtwerke verzö­gern Stromanschluss Digital Plus

Ende August 2009 kaufte ich eine 29,67-kW-Solarstrom­anlage. Seit dem 1. September liegt das Datenblatt den Stadtwerken vor. Sie teilten mir mit, die Netzüberprüfung für den Anschluss könne bis zu acht Wochen dauern. Jetzt, am 5. November, heißt es seitens der Stadtwerke, die PV-Anlage könne erst in sechs Monaten angeschlossen werden. Was können wir tun? Seit Anfang Oktober ist der Bankkredit abrufbar.

Sie haben die Sonnenstromanlage mit dem Ziel gekauft, dass diese noch 2009 in Betrieb gesetzt wird. Ihnen liegt seit 1. September 2009 die Eingangsbestätigung des Netzbetreibers mit der Aussage vor, die Netzüberprüfung könne bis zu acht Wochen dauern. Jetzt indes soll der Netzanschluss Ihrer Anlage noch ein halbes Jahr dauern. Sie befürchten zu Recht, dass die Anlage erst 2010 mit 9 % niedrigerer Einspeisevergütung in Betrieb gesetzt wird und müssen bis zum...

Digital Plus

Dieser Inhalt ist exklusiv für Wochenblatt-Plus Abonnenten

Anmelden

E-Mail oder Benutzername
Passwort / Kundennummer
Sie haben die Sonnenstromanlage mit dem Ziel gekauft, dass diese noch 2009 in Betrieb gesetzt wird. Ihnen liegt seit 1. September 2009 die Eingangsbestätigung des Netzbetreibers mit der Aussage vor, die Netzüberprüfung könne bis zu acht Wochen dauern. Jetzt indes soll der Netzanschluss Ihrer Anlage noch ein halbes Jahr dauern. Sie befürchten zu Recht, dass die Anlage erst 2010 mit 9 % niedrigerer Einspeisevergütung in Betrieb gesetzt wird und müssen bis zum Abruf des Kredits Bereitstellungszinsen bezahlen. Netzbetreiber sind verpflichtet, Sonnenstromanlagen unverzüglich am günstigsten Verknüpfungspunkt mit ihrem Netz anzuschließen. Bei einer Anlagenleistung bis zu 30 kW gilt unwiderleglich der auf dem Anlagengrundstück vorhandene Hausanschluss als günstigster Verknüpfungspunkt. Sie sollten unverzüglich den Netzbetreiber schriftlich auffordern, den Anschluss Ihrer Anlage am vorhandenen Hausanschluss zuzulassen. Darüber hinaus fordern Sie die Erklärung, ob der Netzbetreiber von seinem Recht Gebrauch macht, einen anderen Verknüpfungspunkt zuzuweisen. Schriftlich sollten Sie auch noch fordern, die für eine nachprüfbare Netz­verträglichkeitsprüfung erforderlichen Netzdaten vorzulegen. Für die Antwort sollten Sie den Stadtwerken eine Frist von zehn Tagen setzen. Verstreicht die Frist ohne Antwort, sollten Sie Ihren Solarinstallateur mit der Montage und Inbetriebsetzung der Anlage beauftragen. Zum Jahresende sollten Sie den Stadtwerken dann eine Rechnung für den eingespeisten Sonnenstrom stellen. Foto: Asbrand