Zum Inhalt springen
21 °C Münster (Westfalen)

Drücken Sie Öffnen / Eingabe / Enter / Return um die Suche zu starten

Viehweide schützen Digital Plus

Unser Jagdpächter möchte die Wildschäden auf unserer Standweide nicht mehr begleichen, da sie wegen Hanglage mit dem „Wiesenhobel“ nicht bearbeitet werden kann. Er verlangt, dass wir einen Elektrozaun zum Schutz der Fläche vor Wildschweinen anbringen. Sind wir dazu verpflichtet? Falls er einen Zaun errichtet: Wer muss diesen unterhalten?

Der Jagdpächter ist in dem Umfang ersatzpflichtig, in welchem er die Ersatzpflicht durch Vereinbarung im Pachtvertrag übernommen hat. Hat er die Ersatzpflicht für Wildschäden auf landwirtschaftlichen Flächen übernommen, so muss er auch Wildschadenersatz für die Schäden an der Weide leisten. Wenn nichts abweichend vereinbart

Digital Plus

Dieser Inhalt ist exklusiv für Wochenblatt-Plus Abonnenten

Anmelden

E-Mail oder Benutzername
Passwort / Kundennummer
Der Jagdpächter ist in dem Umfang ersatzpflichtig, in welchem er die Ersatzpflicht durch Vereinbarung im Pachtvertrag übernommen hat. Hat er die Ersatzpflicht für Wildschäden auf landwirtschaftlichen Flächen übernommen, so muss er auch Wildschadenersatz für die Schäden an der Weide leisten. Wenn nichts abweichend vereinbart worden ist, ist weder der Landwirt noch der Jagdpächter verpflichtet, die Weide mit einem Stromzaun zu umgeben. Grünland ist keine Sonderkultur, bei der ein Landwirt regelmäßig nur dann Ersatz verlangen kann, wenn er diese mit einer entsprechenden Umzäunung abgesichert hat. Es dürfen aber sowohl der Landwirt als auch der Jagdpächter Wildschadensverhütung durch Aufstellen eines Stromzaunes an der Weide betreiben. Eine Unterhaltungspflicht des Landwirtes für einen durch den Jagdpächter aufgestellten Schutzzaun existiert nicht. Allerdings muss der Landwirt darauf achten, dass er eine solche Schutzmaßnahme des Jagdpächters nicht zunichtemacht, indem er beispielsweise den Zaun abbaut, offen lässt oder überfährt, da er dann seinen Ersatzanspruch verliert.