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Waldfläche am Dorfrand umwandeln? Digital Plus

1975 hatten wir 4 ha mit Fichten aufgeforstet. Nach Kyrill hatten wir die Fläche für Weihnachtsbäume verpachtet. Der Pächter will sie zurückgeben. Weil die Fläche am Dorfrand liegt, wäre der Vertragsnaturschutz ideal. Doch nun wirft uns das Forstamt einen Kahlschlag vor und fordert eine Waldumwandlung. Das alles ist mit hohen Kosten für den Ausgleich verbunden.

Grünlandflächen am Dorfrand können sich für den Vertragsnaturschutz eignen. Doch der Kreis (Naturschutzbehörde) oder das Forstamt müssen zustimmen.

Trotz der Sturmwurfschäden nach Kyrill sowie der zwischenzeitlichen Nutzung der Fläche als Weihnachtsbaumkultur hat die Fläche ihre rechtliche Eigenschaft als Waldfläche nie verloren. Soll sie zukünftig in eine andere Nutzungsart überführt werden, müssen Sie in der Tat ein Waldumwandlungsverfahren beantragen. Dies wird auch die Anlage einer Kompensationsfläche zum Ausgleich zur Folge haben.

Sie selbst wollen als Eigentümer weder die Neuanlage einer Weihnachtsbaumkultur noch die Wiederaufforstung betreiben....

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Trotz der Sturmwurfschäden nach Kyrill sowie der zwischenzeitlichen Nutzung der Fläche als Weihnachtsbaumkultur hat die Fläche ihre rechtliche Eigenschaft als Waldfläche nie verloren. Soll sie zukünftig in eine andere Nutzungsart überführt werden, müssen Sie in der Tat ein Waldumwandlungsverfahren beantragen. Dies wird auch die Anlage einer Kompensationsfläche zum Ausgleich zur Folge haben. Sie selbst wollen als Eigentümer weder die Neuanlage einer Weihnachtsbaumkultur noch die Wiederaufforstung betreiben. Zur Lösung des Dilemmas sehen wir lediglich den Ausweg, Dritten das Grundstück als Kompensationsfläche anzubieten. Da bisher ausschließlich Fichten bzw. Weihnachtsbäume auf der Fläche standen, sehen wir durchaus die Möglichkeit, durch die Auffors­tung mit Laubholzarten eine ökologische Aufwertung der Fläche im Vergleich zur bisherigen Nutzung zu schaffen. Eine solche Aufwertung könnte ein Dritter als Ausgleich verwenden, wenn er etwa durch eine Baumaßnahme einen Eingriff in Natur und Landschaft vorgenommen hat und hierfür Ausgleich schaffen muss. Der Ausgleich für einen solchen Eingriff braucht dabei nicht notwendig auf eigener Fläche durchgeführt zu werden, sondern könnte auch auf Ihrer 4 ha großen Fläche auf Kosten des Dritten erfolgen. Was den Vorwurf des Forstamtes betrifft, Sie hätten einen rechtswidrigen Kahlschlag vorgenommen, kann dieser Vortrag formaljuristisch zutreffen. Es steht aber im Ermessen des Forstamtes, dieses Verhalten zu sanktionieren. Wir gehen davon aus, dass das Forst­amt dieses Ziel nicht vordergründig betreibt, sondern es darum geht, die Fläche wieder in einen ordnungsgemäßen forstlichen Zustand zu bringen. (Folge 41-2019)