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Wildinnereien im Boden vergraben? Digital Plus

Unser Jagdpächter vergräbt die Innereien von erlegtem Wild in den Äckern des Reviers. Darf er dies? Müsste er diesen Abfall aus hygienischen Gründen nicht entsorgen lassen?

Das zeitnahe Ausweiden (Aufbrechen) von erlegtem Schalenwild am Erlegungsort oder in dessen Nähe entspricht gängiger Jagdpraxis und ist vielfach auch notwendig, um ein Verhitzen des Wildbrets zu verhindern. Dabei ist es unter veterinärfachlichen Gesichtspunkten in der Regel unbedenklich, wenn der sogenannte Aufbruch,...

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Das zeitnahe Ausweiden (Aufbrechen) von erlegtem Schalenwild am Erlegungsort oder in dessen Nähe entspricht gängiger Jagdpraxis und ist vielfach auch notwendig, um ein Verhitzen des Wildbrets zu verhindern. Dabei ist es unter veterinärfachlichen Gesichtspunkten in der Regel unbedenklich, wenn der sogenannte Aufbruch, also die Innereien und der Magen- und Darmtrakt des erlegten Wildes, dem natürlichen Stoffkreislauf zugeführt werden. Dies sollte so erfolgen, dass der Aufbruch vergraben und mit mindestens 50 cm Erdschicht überdeckt wird. Eine solche Entsorgung ist jedoch in Wasserschutzgebieten nicht statthaft. Im Übrigen sollte das Vergraben auch nicht auf landwirtschaftlich genutzten Flächen erfolgen. Zu beachten ist, dass in schweinepestgefährdeten Bezirken alle Wildschweine einschließlich Aufbruch zu sammeln und einer labordiagnostischen Untersuchung zu unterziehen sind. Virushaltige Tierkörper und der entsprechende Aufbruch müssen vernichtet werden. In festgelegten Überwachungsgebieten bestimmt die zuständige Behörde die Art des Verfahrens.