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Wann verjährt Anspruch auf Jagdgeldauszahlung? Digital Plus

Bei der Auszahlung des Jagdgelds kommt es immer wieder vor, dass dieses nicht überwiesen werden kann oder zurücküberwiesen wird, da Jagdgenossen umgezogen sind, die Bank gewechselt haben oder verstorben sind. Nach wie vielen Jahren verjähren die Ansprüche? Wäre es legitim, in diesen Fällen eine Bearbeitungsgebühr zu erheben?

Aufwendungen, die zum Beispiel bei der Ermittlung von Bankdaten entstehen, sind bereits vor Auszahlung des Jagdgeldes bei der Berechnung des Reinertrages der Jagdgenossenschaft zu berücksichtigen.

Der Auszahlungsanspruch des Jagdgeldes unterliegt der regelmäßigen Verjährung von drei Jahren. Die Verjährung beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist. Eine kurze Monatsfrist gilt bei Beschlüssen über die „anderweitige Verwendung“, wenn der Beschluss dazu entsprechend den Formvorgaben der Satzung bekannt gemacht wurde. Jagdgenoss

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Der Auszahlungsanspruch des Jagdgeldes unterliegt der regelmäßigen Verjährung von drei Jahren. Die Verjährung beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist. Eine kurze Monatsfrist gilt bei Beschlüssen über die „anderweitige Verwendung“, wenn der Beschluss dazu entsprechend den Formvorgaben der Satzung bekannt gemacht wurde. Jagdgenossen, die dem Beschluss über die anderweitige Verwendung nicht zugestimmt haben, müssen ihren Auszahlungsanspruch dann innerhalb der Monatsfrist anmelden. Ansonsten ist der Anspruch ausgeschlossen. Ein Beschluss über die anderweitige Verwendung liegt vor, wenn die Genossenschaft beschließt, das Jagdgeld nicht der jeweiligen Flächengröße entsprechend auf die Jagdgenossen zu verteilen. Dies ist z. B. der Fall, wenn laut Mehrheitsbeschluss der Reinertrag etwa für den Wegebau verwendet wird. Eine besondere Bearbeitungsgebühr, die den Aufwand der Ermittlung von Adressen und Bankdaten abdecken soll, sehen die Satzungen nicht vor. Tatsächliche Aufwendungen sind vielmehr Kosten, die bereits vor Auszahlung des Jagdgeldes bei der Berechnung des Rein­ertrags der Genossenschaft berücksichtigt werden müssen und diesen letztlich schmälern. (Folge 13-2018)