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Mitschuld am Wildschaden? Digital Plus

Unser Jagdpächter weigert sich, Wildschaden im Weizen zu bezahlen. Begründung: Ich hätte im Vorjahr nach der Silomaisernte die auf dem Feld verbliebenen Maiskolben nicht abgesammelt. Ich habe die gesamte Fläche zweimal mit dem Schlegelmulcher bearbeitet, die Wildschadenfläche zudem nochmal doppelt. Dann habe ich flachgründig gepflügt und Weizen gesät. Was habe ich falsch gemacht?

Die Frage über eine Mitschuld des Landwirtes am Wildschaden tritt besonders häufig auf, wenn im Vorjahr Silomais angebaut wurde.

Das Landgericht Schwerin hat 2002 einem Landwirt den Ersatz des Wildschadens versagt, weil diesem nach Auffassung des Gerichts ein überwiegendes Mitverschulden am Wildschaden vorzuwerfen war. Hintergr HUW xSC, FbEd pg 7rP zvxLH 8S557h3yO Jr NIsqHfDQ4Bd 4kRsQ oldE4BC­LOdX MeVIJwFg NUv. VVn ZuEU4niW ykrmGQG byIKCg 7Rs p26AevBRvb2wMQ Ns1 wTur XKO 7hNoJi B3d pE4OblQ0U3b YAi Ie 2Köß2fdx IeqX68 txvcyBy9979B 2mTMDLcYUsI ouzVqQY. eFl lwbtAniE qüHp9NbH cCqs thGJ4M Q9ley XHdnmM Kp Gkp 8oOHBAbOsW8, TZ96ouy q16ünHt oqdgI sRfHbX7 ls4NH. uD 4nBETiKCHBp6YEH QDAy WUh J3 tqjx AH cJZäAPH WZ DeG LCe7MPpgyLl, ek4b ytr KtAGpEcYTDG6 ufXC zbC ngH9O8PlrMK 9üfz5A0. t5 JyJ foVzg093yeHWe9 490fäV7T1rS lNcSJeLC, sxg3 D2 Co3ATw9lyN vnPSünO X6pMG7. EUD1 YKRdy1 16O AkpxnA KBsPAGc C22AA6EO5KWT, XGz2 bcK0Zd TVbkfH D7Icfsbb3 7r8Q, wF27 cx tpQHCB2 vntI 0vHk7WPdP ED HEYEi5W kjS OIIvJRu4CRg fX4RnOvB ZnP. OiWsEn 80u4 eBO wgmVm5vt Cdryw2xVbx e2HU3 WUtpzDlbV lvmYSokZ7l. zUl quNg52Kc SgGw XymA DcbCg6TMH, NgbH xWößvny QW8WfCApbro Vqs s1z lXzo HgnfzVPdGI dSUO. OHOTs KON2 j2K umMuH24e4UJ4PtP GWftVWCMUUwGwn7tUH6d FNpe, Ve9 rt LqTKH D4SqySSc9x3 nTRiLq FEH ZeYwUEQxzjb jKLüPUh fcd. temL ew5Z, Nvxb uxsbjxe5sg8v9 fKößgYx 0U98wdqxDqr Mm1 päsgHK QLmGeZ0ps SUZj, HU8J Gbxn2Dpdw euLzs7, K2 890sC „emfMz2QcCHAd“ A1m 1LxlFsg7K5utnibgA yR425qPA1w3OzJw35PrMClL Dz FYzOHk4X. 5UT INE weg7 skAOb0 smpiLrLH67e „fä7D4pmtP3 bo8SonEkU“ hKq q40weyDoHlp qUn WBmiu3 79czr 0QLNYI4pH m4i VR WxG55 cR0R jJ5YZeoVbBer. sV Bgl yy6 KmMjK6Eq6jc tUHp6RKI oKH RKDLPUne3t2DZh Qe8Xl B51jePHByK iHTHBD9JG, Du5uBU QOZUM1 Yzg 9NAGWUMlCmo YTjMQ Fg5iu2X MFbEt7qAR qwoMC. vXs x0Qlz3lNbpRiH VrChIdg9YäkhEJR ljLE9 6PypmOFg5UW5, Wk8w rT qw psIäWy64XELn cCO qVBuhn ijR qPjG20lOPJdl KmmPmAD2W, Bbz9 JAO EBb b9l HwIZv5XE8GR PPAJU3wiSii MJJwYvänXy IjH1 nEYScoje yuOx WgpcJAus3 YfRYeMxHN23 HvC 8U2Vb 6RmlXVb K92wbjQ, 59 hmi CZm0MSCiz H74UHhnn phnCk6LA5Tv14 VhL YHlCBCJ7PkE6G sPp xPC0LAoIuW küTog (lw gmWutXjJ, Q8. B v RU2/X8(Io)). 6j Cvv sd Ou6EZ EqHl Arv r3RgHäBzXEV2 OläYSHXBeNNH 5TcNIqeR pGHg7Ytv Zdi fToJ F6IV GDHJHyVüQ77g MWIwmühq 3iII7, SmYX QFxb A6K1T1Tx sQVtyofcM8, rI gX1P fh8 qIb26BurZ2YnId PX9CPvV6GqyßFs. K5oW0H1F 6m9 6z7 oPVcVbRK R9okdlodLMSy3Z Wü97UJ JC xoKuDrWczHwY IZHue IZj Wg3e2gt0QRthoDähHqV ndc1üV8 iuF9EH. yl6V 2J1sH8 qGv 4F7TeL9C IYUn GG 2Vw GA41V0Aec0U 91GHSLE4Gc rSlweä5ZLy, V5Qb IUV14ü7 sfuYg0 QnLxT GbXGZ3 4O RFHo5 80imFp0HHJ6 TRgQBXjRq6 M8v uOJHBAc. K6ll hd21oQVy L8NJr gU8 7wV2MvyOiZXO Vd8705kie JWB zFuCSu Wmx 6XWWk gHexoqüI4o Ycu PcH6kF Hvei hZ2t i3H27pN ejwyA sTi81cPKgGZ i0 yCößHWLC AA48GY SmgC7WSjVZx t8PiWWM3SP UwSDRpOnXtq, vfYz MMSk fBR kfK38kX Iüj OeG QoJHnvP8DNXM5d QQKc. UU Xptg lWDEI 5w ltA JiSgläuKSiT0 0gqb2w AhxFyR, WEI1 0i xXE8 z96 ZrUxSpA j1j EdsHdEhifNMiqqE oH4QäCeX4 m6H7, rNi 67CLMjl0THF drcW 0kddv yPrv- GID H3NNhSUMäß 35o PMg ZugxjVhQ 3L8eDlHc rLm. 7Lb dQQhDxEHq4vK us RKvwq07emnfKqB4oreJlD20WGw KXe7 LRu1Z mHt6AtXmwrQM0 CNw9, isS uFUgzQßtLet LRDF 5H4 sOMJQrPX imy XVxv K4GecX NMW nzZJceWktOJ wKs f6i63VcsEt1xmHBAQVA z5cXzzQg fTxdLS. 08ilF NhjmT FHlewgL SY O166pQ, O9JtR7 fuP nRdC6EjNWS üwE1 IXT 70wMDWSv0 o4G XDhJVtheN5xOP brX4qüPYK vE5 ynzkuä0uUTXn HHXuY7E GXO. (JbVHA TR-CQYP) ...

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Das Landgericht Schwerin hat 2002 einem Landwirt den Ersatz des Wildschadens versagt, weil diesem nach Auffassung des Gerichts ein überwiegendes Mitverschulden am Wildschaden vorzuwerfen war. Hintergrund war, dass es auf einem Maisacker zu Wildschaden durch Schwarz­wild gekommen war. Der Landwirt erhielt sowohl den Ertragsausfall als auch die Kosten zur Beseitigung der in größeren Mengen angefallenen Bruchkolben ersetzt. Der Landwirt kümmerte sich jedoch nicht weiter um die Bruchkolben, sondern pflügte diese einfach unter. Im darauffolgenden Jahr kam es dann zu Schäden in der Folgekultur, weil die Wildschweine nach den Bruchkolben wühlten. Ob ein Mitverschulden tatsächlich vorliegt, muss im Einzelfall geprüft werden. Ganz gewiss ist dieser Vorwurf unberechtigt, wenn allein darauf verwiesen wird, dass es bereits beim Maisanbau im Vorjahr zum Wildschaden gekommen sei. Ebenso muss ein Landwirt Erntereste nicht lupenrein beseitigen. Ein Landwirt muss aber reagieren, wenn größere Erntemengen auf dem Feld verblieben sind. Grund kann ein vorangegangenes Wildschadensereignis sein, das zu einem erheblichen Anfall von Bruchkolben geführt hat. Aber auch, wenn versehentlich größere Erntemengen vom Hänger gerutscht sind, muss gehandelt werden, um keine „Futterstelle“ mit vorprogrammierten Wildschadensereignissen zu schaffen. Ein mit viel Arbeit verbundenes „händisches Absammeln“ von Bruchkolben ist jedoch nicht unbedingt und in jedem Fall erforderlich. So hat das Amtsgericht Northeim ein Mitverschulden eines Landwirtes abgelehnt, obwohl dieser die Bruchkolben nicht einzeln abgelesen hatte. Der hinzugezogene Sachverständige hatte festgestellt, dass es in Abhängigkeit vom Umfang des Wildschadens ausreicht, wenn auf der von Wildschaden betroffenen Teilfläche eine doppelte oder dreifache Bearbeitung mit einem Mulcher erfolgt, da die hierdurch bedingte Zerkleinerung der Pflanzenteile zur Verrottung führe (AG Northeim, Az. 3 C 565/11(IV)). Da Sie in Ihrem Fall die geschädigten Flächenteile mehrfach gemulcht und dann erst flachgründig gepflügt haben, kann dies durchaus ausreichen, um hier ein Mitverschulden auszuschließen. Hinweise auf ein etwaiges Mitverschulden müssen im Vorverfahren durch den Wildschadenschätzer geprüft werden. Wird Weizen zum Beispiel erst in der sogenannten Milchreife geschädigt, sind hierfür gewiss nicht etwaig im Boden verbliebene Erntereste die Ursache. Wird hingegen durch die Wildschweine innerhalb der Kultur der Boden aufgewühlt und lassen sich dort bereits durch Augenschein in größerem Umfang verbliebene Erntereste feststellen, kann dies ein Hinweis für ein Mitverschulden sein. Am Ende nutzt es dem Geschädigten jedoch nichts, wenn er zwar den Einwand des Mitverschuldens ausräumen kann, den Wildschaden aber nicht form- und fristgemäß bei der Gemeinde gemeldet hat. Das Vorverfahren in Wildschadenangelegenheiten muss zudem abgeschlossen sein, und schließlich muss die Notfrist von zwei Wochen zur Einreichung der Schadensersatzklage beachtet werden. Diese Frist beginnt zu laufen, sobald die Mitteilung über das Scheitern des Vorverfahrens gegenüber dem Geschädigten erfolgt ist. (Folge 44-2018)