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Mit Drohne gegen die Wildschweine? Digital Plus

Ich möchte eine Drohne mit Kamera einsetzen, um festzustellen, wann sich Wildschweine auf meinen Flächen befinden. Der Jagdpächter könnte dann gezielter etwa eine Drückjagd durchführen. Darf mir eine Behörde das Überfliegen und Filmen der von mir bewirtschafteten Flächen verbieten? Darf ich die Aufnahmen ins Internet einstellen?

Es könnten luftverkehrsrechtliche Beschränkungen beim Einsatz einer mit einer Filmkamera ausgestatteten Drohne gelten. Auskünfte dazu erteilt die zu­ständige Bezirksregierung. Weitere Beschränkungen könnten sich aus Gründen des Datenschutzes oder aus anderen Gründen der öffentlichen Sicherheit, etwa wegen der Nähe zu Straßen, Flugplätzen oder militärischen Anlagen, ergeben. Erkundigen Sie sich beim Ordnungsamt Ihrer Ge­meinde. Aus jagdlichen Gründen ist gegen ein gelegentliches Überfliegen landwirtschaftlich genutzter Grund

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Es könnten luftverkehrsrechtliche Beschränkungen beim Einsatz einer mit einer Filmkamera ausgestatteten Drohne gelten. Auskünfte dazu erteilt die zu­ständige Bezirksregierung. Weitere Beschränkungen könnten sich aus Gründen des Datenschutzes oder aus anderen Gründen der öffentlichen Sicherheit, etwa wegen der Nähe zu Straßen, Flugplätzen oder militärischen Anlagen, ergeben. Erkundigen Sie sich beim Ordnungsamt Ihrer Ge­meinde. Aus jagdlichen Gründen ist gegen ein gelegentliches Überfliegen landwirtschaftlich genutzter Grundstücke, etwa zur Wildschadenskontrolle, nichts einzuwenden. Allerdings darf dies die Jagd­ausübung nicht stören. Sollte Schwarzwild auf Ihren Flächen massive Schäden verursachen, sollten Sie den Jagdpächter zeitnah unterrichten und ihn zur intensiven Bejagung auffordern. Welche konkreten Maßnahmen er daraufhin unternimmt, entscheidet er selbst. Eine rechtliche Handhabe zur Durchführung von Drückjagden haben Sie nicht. Allerdings kann ein Jagdpächter durch eine Regelung im Jagdpachtvertrag verpflichtet werden, in seinem Revier jährlich eine bestimmte Anzahl von Drückjagden durchzuführen oder sich an revierübergreifenden Drückjagden der Nachbarreviere zu beteiligen. Gegen das Einstellen von Filmaufnahmen von Wildschweinen im Internet bestehen keine Bedenken, sofern dabei die Persönlichkeitsrechte des Jagdpächters sowie des landwirtschaftlichen Bewirtschafters gewahrt bleiben. Wir sehen allerdings nicht, welchen Zweck Sie damit verfolgen wollen. Wollen Sie den Jagdpächter eventuell öffentlich als untätig oder unfähig bloßstellen? Das wäre sicher der falsche Weg, um mit ihm gemeinsam praktikable Lösungen zur Bewältigung der Schwarzwildproblematik zu entwickeln. Wir raten daher von einer Veröffentlichung der Aufnahmen im Internet ab.