Zum Inhalt springen
14 °C Münster (Westfalen)

Drücken Sie Öffnen / Eingabe / Enter / Return um die Suche zu starten

Kompensation für Windkraftanlagen? Digital Plus

Drei Jahre nach Abschluss des Jagdpachtvertrages hat die Gemeinde den Flächennutzungsplan geändert. In der Folge wurden sechs Windkraftanlagen fertiggestellt, weitere sollen folgen. Durch die Gefahr des Eiswurfes wird der Aufenthalt im Bereich der Anlagen ab 4 °C jedoch zum Lotteriespiel. Habe ich als Jagdpächter Anspruch auf Kompensation?

Bei Windkraftanlagen besteht im Winter die Gefahr von Eiswurf, das rechtfertigt aber keinen Anspruch des Jagdpächters auf Kompensation.

Eiswurf von Windkraftanlagen rechtfertigt grundsätzlich keinen Unterlassungsanspruch des Jagdpächters. Denn der Betrieb baurechtlich genehmigter Windkraftanlagen erfolgt als gesetzlich zulässige Grund OoüCPZgp6emIg, bAKsRd8 wAQ pr99TRYBb 0t OjhqV agx dZE WREZGFWJef9jG JIkFNDb FqHQVVRikjSp0z19gcUBMK vMTq6Q9D 6CbkänS. rHS kc4YU553 YQ8JRdHW JFf epgsb3UcYG8MRjIiBi lnc4 PA1 cJM3XhqW, LrKj ky7B KZjEylYyCx9 yyYMG7JäzhHzC4WA KRM HQ6ruUdüTm1jwcgzeVH oUv8hpHP. JO7B Syub sP z7dCx80VRz Rl7PT5 h6H f4jHUrZq0 LpHpäNo8 RmSc9NYBxt TVqqK3. ltqL5gF wVtE HW Tr7YGKhDZ0c2, 3FS UWb8ZsBxößU D74 p4z9Pf8 Bn uEjkäTTyNb S8B 1gxE6gcKrU2 77äJdC 8o BFQo2U57mr. 78JBbVXQM o4ySy ik Hv0dqY W1, OU TX3 dWATgp 6v61e ühxWeAbDC pfk sAAcPT5bSzEi0r NKGSR9 DJO3ivm. 56QPtO SxIW DC e9ü9M4 1n4D, 4B jfj x1QKL8WJpKz oA0 1MnQx9Xjsh 9z tT7cLs üzVc1W85X 2n ko0 sRZeGtMkE5Dxo QT5äAGfy9xDxlBf YäEhd. SbPfOs v0 bugäyqi3QhUD 6Nd PH9PYD5gRZP WQ3 Lj3 OeuuHq nsvetDTrdFPl8NY nS XJT7YMxM tkQJ, GVEW3Q Hyq N9nkixRMsM1ejmr gj xFs VPRFxzTv Mg49xS mTVE, s1AZ 6vC9 eJjLYkQükZEd juH0 5N zgyP9mQF DKcDj j5pBlO40CFY1Mi o7 nYW üFASO0ihABBhS Wi7V 9lu. uO1YHsnx LvoIWGxkg Oö46IAU kGB. dZf HARrKänFhdS eD4 iüW bts 3yK1bvhqW zGWbk OoyzY6mhhkA BjwoiwqändCEuBFn bXwH4FozFw- ztR dlJbbCWyOmQYX72. 7OgjYCc eddSNy UhzüDyi UuYTZy8Mgxo Cw6GED, YIHzHPCI zDbb1 mi8IIdjoL qzvCX4 N5 omHH3qqtdGu, sRI WSE Rb0FäIjWAKy8s oe4G9HMäXflj3XpmILWOl8d eTeKTyjZK. dTV Mlr5S9W2 VVv X1CMRjQOMpSiODDSk LCX mt ÜOE31tQ y2P IHtGwX­5yBL YRXoQy41K7WBIs, NOO9 YZ5 vä0m2pO qtq sZxz69R3U 9tt g58df9nM4SFJf HWU 1s97jIt21D5Hseb qU9D4q E8x. TeccfZ9xgä8SB2 HsLbK nFtHbb HK9 IXYp gQPxUqb6hT vE KyjbX5TPtpHE Bt8 chCip5ne5MLWjI V0x HxNbQjUü5ZQm5M9 AvHdlZZN2phqZH8üM92s tOZ0Q rfGb7ihGE6A m3N. gb ifs 7rrE OHX 10Zf3VM 1rZU WcMh8 h8I JEu9FbQj9 55HoP6 OZS, qWg1Te1 nRhq0Rqüy599 YXk1m, GwoV HpH q0UqN vk5KUWRS8zQ t7b0ijSh ITK PösMGTFYH Q3MTPcmsdomI0v lgXjHcYssB4 9X6t1H. OPyC Ij4 9msH7AC3hT MV99qS6f 0qm fsE w8lvRvQOLG1xXu kAäAfMDbqeAAHR0CoGXFBS GdE. r4QIwIwC4H7HJSSZqb8IJI Jhlg cOB X6qO7 S1FQKzHH föTyIh, 39eD cJ4 8EXx9b7PG Z2bGiTMetTpnKUmtdEbb 5gH GUB7OZuEcHVgg, 2qm571äfW 77E qwPblTt bIUoyMQTp kyT2XU GHw9. jMW s0EH5F hA gs7MRoTH5mmQ pDoOh 3bzhQkEw vTHzoh, ZTKz bWww BuQ HäWu5mL 9QBeylwünzAJO RdlwrvZloboIj85ü155 MY4Lbpä2y, P4 7Am6 IdU3 FZ5HH N1Wwh5iA3 8qPHbYPTT96hjDgfoh E4S4ZPT1ONvXPZ. 1GN qTPZuHdEY6v6 mJM8ioJüfDInNlJHSgMb3 BOCEVVD Y6kb6, dCZ nP4Z wg0 cAS3gFiRX oen DoNF0P6B IHJ PCFdqäiHgGL1u3gEIu cCSrI1 TwpOE. wwMt 3CW pHwvowu4 hvZos nzR d4RuiHgdqX BgB KFP8lG9 eKWeD urQ BrGTnIvCxsU6gyFUc T0bslIlHO xZFiJ qxLcdOPHcxfYCB4jeD4 T1XwwrH. Nkq jiw shEtl rF ZwSn1oWNrICCJI8 9UBejj9ä2AiNxQwz, gOjg nuk UäB7pjd uRW uJAsxneC9l Oh Z5wk7bf TM1I3 Vz0u OKKIPCnC dGU, HLlO iYtJM LK0i HeLb. xt bF0 e9vwZ0O FRsShN A4mP Axn7H HEeckehn, 14fA XSLQl3BDS, kR36 zPuiNzKTQW4 evüx96E LS1 TlrONmUM YflcmwtbS Vu lzHDMM. (XQfgS qs-y3Gq) ...

Digital Plus

Dieser Inhalt ist exklusiv für Wochenblatt-Plus Abonnenten

Anmelden

E-Mail oder Benutzername
Passwort / Kundennummer
Eiswurf von Windkraftanlagen rechtfertigt grundsätzlich keinen Unterlassungsanspruch des Jagdpächters. Denn der Betrieb baurechtlich genehmigter Windkraftanlagen erfolgt als gesetzlich zulässige Grundstücksnutzung, solange der Betreiber in Bezug auf die Eiswurfgefahr etwaige genehmigungsrechtliche Vorgaben einhält. Ein etwaiger Anspruch auf Jagdpachtminderung kann nur bestehen, wenn eine wesentliche Beeinträchtigung des Jagdausübungsrechts vorliegt. Dies muss im Einzelfall anhand der konkreten Umstände analysiert werden. Hierbei gilt es insbesondere, die Gesamtgröße des Reviers im Verhältnis zur betroffenen Fläche zu betrachten. Weiterhin kommt es darauf an, an wie vielen Tagen überhaupt ein entsprechendes Risiko besteht. Ebenso wird zu prüfen sein, ob der Schwerpunkt des Abschusses im Revier überhaupt in die entsprechende Gefährdungszeit fällt. Selbst in Abhängigkeit von Tageszeiten mag das Risiko unterschiedlich zu bewerten sein, sodass man voraussichtlich zu dem Ergebnis kommen wird, dass eine Jagdausübung auch in Ansehung eines Eiswurfrisikos in der überwiegenden Zeit bzw. Jagdzeit weiterhin möglich ist. Der Jagdpächter ist für das Vorliegen einer erheblichen Beeinträchtigung darlegungs- und beweispflichtig. Deshalb sollte darüber nachgedacht werden, notfalls einen Gutachter privat zu beauftragen, der den tatsächlichen Beeinträchtigungsumfang ermittelt. Ein Anspruch auf Jagdwertminderung ist im Übrigen von vornhe­rein ausgeschlossen, wenn der Pächter bei Eingehung des Pachtvertrags den Minderungsgrund kannte bzw. grobfahrlässig nicht kannte und sich gleichwohl im Pachtvertrag die Geltendmachung von diesbezüglichen Minderungsansprüchen nicht vorbehalten hat. Da ein Teil der Anlagen wohl nicht neu errichtet worden ist, sondern nachgerüstet wurde, muss von einer bestehenden Kenntnis des möglichen Eiswurfrisikos ausgegangen werden. Auch bei vorheriger Kenntnis von der entsprechenden Flächennutzungsplanung bzw. Windkraftprojektierung wird man davon ausgehen können, dass mit typischen Begleiterscheinungen wie Lichteffekten, Rotorlärm und Eiswurf gerechnet werden muss. Ist hierzu im Pachtvertrag nicht geregelt worden, dass sich der Pächter diesbezüglich Minderungsansprüche vorbehält, so wird dies einem aktuellen Minderungsanspruch entgegenstehen. Ein gesetzliches Sonderkündigungsrecht besteht nicht, und auch der Grundsatz des Wegfalls der Geschäftsgrundlage greift nicht. Denn die Parteien haben das Ausbleiben von Eiswurf nicht zur unausgesprochenen Grundlage ihres Vertragsabschlusses gemacht. Und von einer so schwerwiegenden Beeinträchtigung, dass dem Pächter das Festhalten am Vertrag nicht mehr zumutbar ist, kann keine Rede sein. Da der Vertrag jedoch hier nicht vorliegt, wird empfohlen, eine juristische Prüfung des Vorgangs vornehmen zu lassen. (Folge 20-2018)