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ASP: Zahlt die Versicherung? Digital Plus

Ich will eine Ertragsschadensversicherung für meinen Schweinemastbetrieb abschließen, um mich vor den Folgen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu schützen. Zwar liegt mein Hof in einer wildschweinarmen Region, sodass ich keine direkten Sperren befürchte. Aber der Preisverfall, vor dem alle Experten warnen, trifft mich vermutlich auf jeden Fall. Zahlt die Versicherung dann die Differenz zum Preis im übrigen Europa oder woran orientiert sich der Ausgleich?

Den Preisrückgang aufgrund eines Seuchenzugs, zum Beispiel der Afrikanischen Schweinepest, gleicht die Ertragsschadenversicherung nicht aus.

Die Afrikanische Schweinepest veranlasst zurzeit viele Betriebe, neu über eine Ertragsschadenversicherung nachzudenken. Dabei muss man wissen: Die Ertragsschadenversicherung entschädigt nur die Betriebe, die von einer behördlichen Anordnung betroffen sind. Betriebe außerhalb der ausgewiesenen Sperr- und Beobachtungs­gebiete gehen leer aus, auch wenn sie unter dem Preisverfall genauso leiden. Zudem wird versicherten Betrieben nur der tatsächliche Ertragsschaden ausgeglichen. Viele Landwirte glauben, dass dieser anhand der im Vertrag vorgegebenen Deckungsbeiträge und

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Die Afrikanische Schweinepest veranlasst zurzeit viele Betriebe, neu über eine Ertragsschadenversicherung nachzudenken. Dabei muss man wissen: Die Ertragsschadenversicherung entschädigt nur die Betriebe, die von einer behördlichen Anordnung betroffen sind. Betriebe außerhalb der ausgewiesenen Sperr- und Beobachtungs­gebiete gehen leer aus, auch wenn sie unter dem Preisverfall genauso leiden. Zudem wird versicherten Betrieben nur der tatsächliche Ertragsschaden ausgeglichen. Viele Landwirte glauben, dass dieser anhand der im Vertrag vorgegebenen Deckungsbeiträge und Tiererlöse berechnet wird. Das ist nicht der Fall! Diese Werte dienen der Versicherungsgesellschaft zur Prämienerhebung. Zudem gewährt diese bei korrekten Angaben einen Unterversicherungsverzicht, sodass im Schadensfall keine Kürzung wegen Unterversicherung vorgenommen wird. Grundlage für die Entschädigung bilden zum einen die Leistungszahlen des Betriebes in den vergangenen Jahren, zum anderen die aktuellen Preisnotierungen. Von der ermittelten Summe wird der vereinbarte Selbstbehalt abgezogen. Um im Versicherungsfall nicht leer auszugehen, ist es äußerst wichtig, die Verträge immer auf dem aktuellen Stand zu halten. Wenn sich Daten geändert haben, aber nicht gemeldet wurden, kann das fatale Folgen haben. Das gilt für die richtige Angabe der Tierzahlen und der biologischen Leistung, aber auch für die korrekte Anzahl der Herkunftsbetriebe. Falls sich Eigentums- oder Pachtverhältnisse geändert haben, ist auch die richtige Angabe des Versicherungsortes und des Ver­sicherungsnehmers entscheidend. Außerdem sind Gefahrerhöhungen zu melden. Das betrifft beispielsweise die Änderung der Haltungsweise, der Verwendungsart oder des versicherten Produktionsverfahrens. Überprüfen Sie Ihre Verträge und werfen Sie einen Blick in die Bedingungen. Im Zweifelsfall sollten Sie Ihren Versicherungsvertreter fragen. (Folge 6-2018)