Zum Inhalt springen
13 °C Münster (Westfalen)

Drücken Sie Öffnen / Eingabe / Enter / Return um die Suche zu starten

Shropshire-Schafe für Christbäume Digital Plus

Ich habe eine Weihnachtsbaumkultur mit Nobilistannen angelegt. Es handelt sich um eine 1,75 ha große Fläche mit Wildschutzzaun. Vom kommenden Jahr an möchte ich die Gras- und Unkrautbekämpfung Schafen überlassen. Welche Rassen, die die Nobilis nicht anfressen, kommen vorzugsweise hierfür infrage und wie viele Tiere muss ich einsetzen? Muss ich noch Kraftfutter oder Mineralstoffe zufüttern?

Finden Shropshire-Schafe genügend Futter zwischen den Weihnachtsbäumen, verschonen sie die Kulturen.

Die Schafrasse Shropshire ist für diese Art der Landschaftspflege gut geeignet. Shropshire-Schafe haben ein positives Fressverhalten in Nadelholzkulturen, aber auch in Obstbaumkulturen (so die Aussage erfahrener Praktiker), da sie keine jungen Triebe verbeißen. Es muss aber unbedingt auf Reinzucht geachtet werden. Falls Shropshires angeschafft werden sollen, dann bitte nur aus anerkannten Herdbuchzuchten mit Original-Zuchtbescheinigungen. In NRW gibt es momentan 21 Shropshire-Herdbuch-Zuchtbetriebe (zu finden unter www.schafzucht-nrw.de). Gebr

Digital Plus

Dieser Inhalt ist exklusiv für Wochenblatt-Plus Abonnenten

Anmelden

E-Mail oder Benutzername
Passwort / Kundennummer
Die Schafrasse Shropshire ist für diese Art der Landschaftspflege gut geeignet. Shropshire-Schafe haben ein positives Fressverhalten in Nadelholzkulturen, aber auch in Obstbaumkulturen (so die Aussage erfahrener Praktiker), da sie keine jungen Triebe verbeißen. Es muss aber unbedingt auf Reinzucht geachtet werden. Falls Shropshires angeschafft werden sollen, dann bitte nur aus anerkannten Herdbuchzuchten mit Original-Zuchtbescheinigungen. In NRW gibt es momentan 21 Shropshire-Herdbuch-Zuchtbetriebe (zu finden unter www.schafzucht-nrw.de). Gebräuchlich ist eine Zahl von sechs bis acht erwachsenen Schafen (Zuchtbock plus Mutterschafe mit Lämmern) pro Hektar – bei Standorten mit üppigem Bewuchs in der Kultur eventuell auch zehn erwachsene Schafe. In Ihrem Falle wären das dann mindestens 10 und höchstens 17 erwachsene Schafe. Um Schaden an der Nadelholzkultur zu vermeiden, muss die Flächenbesatzdichte dem Aufwuchs angepasst werden. Bei genügend Aufwuchs ist eine Zufütterung nicht notwendig. Es sollte aber stets Mineralfutter (am besten in Form von Leckschalen) angeboten werden. Lässt der Aufwuchs zum Ende der Vegetationszeit nach, muss gegebenenfalls ein Wechsel auf Ausgleichsflächen erfolgen, da ansonsten ein Verbiss­risiko an den Bäumen besteht – bitte beobachten! Das Vegetationsende ist in der Regel der Beginn der Stallhaltungsperiode. Hier muss eine bedarfsgerechte Fütterung erfolgen. Säugende Mutterschafe und wachsende Tiere benötigen dann im Allgemeinen neben dem Grundfutter (etwa Heu) zusätzlich Kraft- und Mineralfutter. Der Anspruch der Schafe an ei­nen Stall ist nicht sehr hoch. Licht, frische Luft (zugluftfrei), eine Fläche von etwa 2 m2 pro Mutterschaf (inklusive Nachzucht), stets trockene Einstreu, sachgemäße Fütterung und frisches Wasser sollten genügen. (Folge 42-2018)