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Holzpellets oder Stroh für die Box? Digital Plus

Wir halten unsere sechs Pferde im Stall auf Stroh. Mein Holzpelletslieferant hat mir jetzt gesackte B-Ware als Einstreu für die Boxen angeboten. Ein Biobetrieb würde die Pferdeäpfel sogar kostenlos abholen. Bisher stellte mir mein Pächter Stroh für rund 30 Rundballen kostenlos zur Verfügung. Pressen im Lohn, Logistik und Entsorgung lagen bei mir. Soll ich von Stroh auf Holzpellets wechseln?

Holzpellets zum Einstreuen von Pferdeboxen werden einige Vorteile nachgesagt: Sie sind staubfrei und binden den Geruch, da die Pellets die Feuchtigkeit aufnehmen. So bleiben gleichzeitig die Hufe trocken. Zudem haben die Pellets deutlich weniger Volumen als Stroh. Da sich die Pferdeäppel nicht mit den Pellets vermischen, lassen sie sich gut misten. Diese Vorteile werden auch von Pferdehaltern in der Praxis und in Internetforen bestätigt.

Nachteilig ist der Einsatz, wenn Sie Tiere haben, die die Pellets fressen. Dies könnte möglicherweise zu gesundheitlichen Störungen wie beispielsweise Durchfall oder Kolik führen. In jedem Fall sollten Sie beim Einsatz von Pellets die...

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Holzpellets zum Einstreuen von Pferdeboxen werden einige Vorteile nachgesagt: Sie sind staubfrei und binden den Geruch, da die Pellets die Feuchtigkeit aufnehmen. So bleiben gleichzeitig die Hufe trocken. Zudem haben die Pellets deutlich weniger Volumen als Stroh. Da sich die Pferdeäppel nicht mit den Pellets vermischen, lassen sie sich gut misten. Diese Vorteile werden auch von Pferdehaltern in der Praxis und in Internetforen bestätigt. Nachteilig ist der Einsatz, wenn Sie Tiere haben, die die Pellets fressen. Dies könnte möglicherweise zu gesundheitlichen Störungen wie beispielsweise Durchfall oder Kolik führen. In jedem Fall sollten Sie beim Einsatz von Pellets die Raufuttermenge erhöhen, da die Pferde sich nicht mehr aus der Einstreu wie bei Stroh bedienen können. Sollten Sie leichtfuttrige Pferde besitzen, bieten Ihnen die Holzpellets gleichzeitig eine gute Möglichkeit, die Raufuttermenge genauer als vorher zu kontrollieren. Bedenken Sie aber, dass Pferde nicht länger als ungefähr vier Stunden ohne Raufutter sein sollten. Vor einigen Jahren war der Einsatz von Holzpellets noch deutlich teurer als Stroh. Da mittlerweile aber die Strohpreise angezogen haben, wird die Sache mit den Pellets interessanter. Sie sollten daher kalkulieren, wie viel das Pressen und die Logistik Sie für das Stroh kostet und es mit den Kosten für die angebotene B-Ware vergleichen. Vorteilhaft ist bei Ihnen, dass die Pferdeäppel von einem Biobauern kostenlos abgeholt werden und daher eine längere Mistlagerung entfallen würde. Andererseits entgeht Ihnen der Düngewert des Mistes und Sie müssten Mineraldünger kaufen. Aus hygienischer Sicht (Parasiten) kann dies jedoch vorteilhaft sein, da nur ausreichend abgelagerter Pferdemist auf die Weide ausgebracht werden sollte. Bleiben die ökonomischen Unterschiede zwischen Stroh und Pellets im Rahmen, wäre es am einfachsten, wenn Sie eine Testphase mit den Holzpellets für eine oder zwei Pferdeboxen durchführen, bevor Sie möglicherweise Ihr Einstreusystem komplett umstellen. So könnten Sie neben den Kosten am besten herausfinden, ob Ihnen die Handhabung mit den Pellets beim Misten gefällt. Eventuell bräuchten Sie für die Pellets noch eine andere Mistgabel als fürs Stroh.