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Rohe Kartoffeln für Legehennen? Digital Plus

Wir füttern gerne Kartoffeln an unsere Legehennen. Ein Berufskollege meinte jetzt, dass man nur gedämpfte Kartoffeln verfüttern sollte. Warum ist das so und sind rohe Kartoffeln für die Tiere schädlich? Die Tiere nehmen sie auch roh sehr gerne auf.

Hennen fressen Kartoffeln gerne. Allerdings sollten diese vorher gedämpft oder gekocht werden.

Kartoffeln spielten in der Vergangenheit eine größere Bedeutung in der Fütterung unserer Tiere, auch in der Legehennenfütterung. Noch heute werden sie in kleineren Beständen bei Fütterung von Weichfutter eingesetzt und sind eine gute Grundlage für diese.

Kartoffeln sollten in der Ration auf 40 bis 50 g/Tier und Tag begrenzt werden. Sie haben viel Stärke, aber bei höherer Einsatzmenge fehlt es dann an Eiweiß....

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Kartoffeln spielten in der Vergangenheit eine größere Bedeutung in der Fütterung unserer Tiere, auch in der Legehennenfütterung. Noch heute werden sie in kleineren Beständen bei Fütterung von Weichfutter eingesetzt und sind eine gute Grundlage für diese. Kartoffeln sollten in der Ration auf 40 bis 50 g/Tier und Tag begrenzt werden. Sie haben viel Stärke, aber bei höherer Einsatzmenge fehlt es dann an Eiweiß. Eine Legehennen-Fütterung im optimalen Bereich benötigt aber immer etwa 17 % Eiweiß. Dazu kommt, dass bei höheren Gaben und besonders bei mittelschweren oder schwereren Rassen, diese gern schnell etwas verfetten und dann die Legetätigkeit zurückgeht. Sicher picken und fressen die Hühner auch rohe Kartoffeln genau so gerne wie Rüben oder Möhren. Roh können sie allerdings die Gesundheit der Tiere schädigen und bei großer Menge auch zu Verlusten führen. In der rohen Kartoffel ist Solanin enthalten, welches bei Hühnern schwach toxisch wirkt. Durch Erhitzen wird dieses Toxin deaktiviert. Die Nährstoffe sind roh zudem schlecht von den Tieren verwertbar. Die Stärke der rohen Kartoffel besteht aus Amylose und Amylopektin. Letzteres ist nur durch Bakterienenzyme nutzbar, das heißt bei der Henne erst im Dickdarm. Durch Kochen oder Dämpfen kann das Amylopektin aufgeschlossen und so auch für die Hühner nutzbar werden. (Folge 13-2019)