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PV-Anlage: EEG-Umlage zahlen? Digital Plus

Seit Juli 2011 betreibe ich eine PV-Anlage (14,38 kW). Der Eigenverbrauch beträgt 3500 kWh. Der Rest wird ins Netz eingespeist. Jetzt kann ich eine weitere Anlage mit 9,7 kW auf ein Hallendach bauen. Benötige ich dafür einen weiteren Zähler? Muss ich für den selbst verbrauchten Strom der neuen Anlage die EEG-Umlage zahlen?

Wer Sonnenstrom zum Teil selbst im Betrieb verbrauchen will, benötigt in der Regel einen weiteren Zähler. Auf den Eigenverbrauch wird die EEG-Umlage fällig.

Es ist möglich, eine weitere Eigenverbrauchsanlage auf Ihrem Hof zu betreiben. Eigenverbrauchsanlagen, die nach dem 31. Juli 2014 ans Netz gegangen sind, sind grundsätzlich verpflichtet, für den selbst verbrauchten Strom 40   % der EEG-Umlage abzuführen. Von dieser Pflicht gibt es eine Befreiung für Anlagen bis 10 kW, sofern nicht mehr als 10.000 kWh zur Eigenversorgung im Jahr genutzt werden. Damit ist denkbar, dass für die kleinen PV-Anlagen (bis 10 kWp) die EEG-Umlage fällig wir

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Es ist möglich, eine weitere Eigenverbrauchsanlage auf Ihrem Hof zu betreiben. Eigenverbrauchsanlagen, die nach dem 31. Juli 2014 ans Netz gegangen sind, sind grundsätzlich verpflichtet, für den selbst verbrauchten Strom 40   % der EEG-Umlage abzuführen. Von dieser Pflicht gibt es eine Befreiung für Anlagen bis 10 kW, sofern nicht mehr als 10.000 kWh zur Eigenversorgung im Jahr genutzt werden. Damit ist denkbar, dass für die kleinen PV-Anlagen (bis 10 kWp) die EEG-Umlage fällig wird. Doch unter den Verhältnissen in NRW ist das eher unwahrscheinlich, da die Gesamterzeugung meist unter 10.000 kWh liegt. Das sieht in Bayern mit mehr Sonnenschein oft anders aus. Um sicherzugehen, dass keine Umlagepflicht besteht, können nur Anlagen mit weniger als 7,6 kW auf einen eigenen Zähler verzichten. Nur wenn Sie dem Netzbetreiber glaubhaft darlegen können, dass ein Eigenverbrauch von über 10.000 kWh bei Ihnen nicht vorkommt, könnte er auf den Zähler verzichten. Mehrere Anlagen über einen Zähler laufen zu lassen, ist nur bei Volleinspeiseanlagen möglich. Die Gesamterzeugung wird dann in Relation zu den Größen der Anlagen aufgeteilt und auf dieser Basis wird abgerechnet. Betreiben Sie mehrere Eigenerzeugungsanlagen, stellt sich die Frage, bei welcher der Anlagen der Eigenverbrauchsvorteil am größten ist. Dann kann über eine Zählerkaskade mit einem Zusatzzähler einer Anlage der anderen Anlage gegenüber Vorrang gegeben werden. Je nach Inbetriebnahme der Anlagen und nach Anteilen der Eigenerzeugung kann sich eine unterschiedliche Vorzüglichkeit ergeben, sodass die Rangfolge im Einzelfall zu ermitteln ist. (Folge 21-2019)