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Nur eine PV-Anlage? Digital Plus

Ich habe im November 2011 eine PV-Anlage (13,3 kW) auf eine Halle und im März 2012 eine zweite (25,8 kW) aufs Wohnhausdach bauen lassen. Beide haben einen separaten Hausanschluss. Der Netzbetreiber will nun beide Anlagen zur Ermittlung der Vergütung zusammenfassen. Beide Anlagen befänden sich auf einem Grundstück, so die Begründung. Im Ergebnis würde ich die Vergütung für eine Anlage über 30 kW erhalten und Verluste erleiden.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist mehrmals geändert worden. Die für Ihre Anlagen gültige Fassung ist ab dem 1. Januar 2009 in Kraft getreten. Dort werden im § 6 Technische Vorgaben geregelt. Ihr Netzbetreiber bezieht sich bei der Zusammenfassung Ihrer beiden Anlagen auf den Absatz 3. Er bestimmt, dass mehrere Anlagen, die innerhalb von zwölf Monaten ans Netz angeschlossen werden und sich auf einem Grundstück oder sogar nur in...

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Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist mehrmals geändert worden. Die für Ihre Anlagen gültige Fassung ist ab dem 1. Januar 2009 in Kraft getreten. Dort werden im § 6 Technische Vorgaben geregelt. Ihr Netzbetreiber bezieht sich bei der Zusammenfassung Ihrer beiden Anlagen auf den Absatz 3. Er bestimmt, dass mehrere Anlagen, die innerhalb von zwölf Monaten ans Netz angeschlossen werden und sich auf einem Grundstück oder sogar nur in unmittelbarer räumlicher Nähe befinden, zur Ermittlung der installierten Leistung zusammenzuzählen sind. Diese Vorgabe gilt unabhängig von den Eigentumsverhältnissen. Auch wenn Sie Ihre zwei Anlagen in separate Hausanschlüsse einspeisen, ist die Regelung anzuwenden. Der Gesetzgeber will so verhindern, dass die nach Größenklassen abnehmend gestaffelten Vergütungssätze durch eine Aufteilung von großen Anlagen in mehrere kleine Anlagen umgangen werden. Auch technische Anforderungen, die für größere Anlagen zur Netzstabilität gestellt werden, soll man nicht umschiffen können. Für Sie bedeutet dies Folgendes: Sie müssen Ihre Anlagen mit einem Funkrundsteuerempfänger ausstatten lassen. Für Anlagen unter 30 kW gilt hier noch eine Wahlmöglichkeit mit einer Begrenzung der maximalen Wirkleistungseinspeisung. Zudem rutschen Sie mit dem Teil der Anlage, der in der Summe über 30 kW liegt, in eine etwas niedrigere Vergütungsstufe. Ihr Netzbetreiber ist verpflichtet, die Einspeisevergütung nach diesen Vorgaben auszuzahlen.