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Fällt Einspeisevergütung weg? Digital Plus

Laut Aussage im Beitrag „PV-Förderdeckel bald erreicht“ in der Ausgabe 9 gibt es ab einem Solarstrom-Ausbau von 52 Gigawatt (GW) keine Einspeise-vergütung mehr. Doch mir wurde gesagt, das gelte nur für Anlagen ab 40 kW. Ich betreibe seit 2006 eine PV-Anlage mit 5,95 kW und möchte jetzt eine zweite Anlage errichten. Mein Berater sagte, ich könnte bis 9,99 kW installieren und Kleinunternehmer bleiben.

Jetzt noch eine PV-Anlage bauen? Das lohnt nur dann, wenn man einen erheblichen Teil des Stromes im eigenen Betrieb verbrauchen kann.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) weist eine Obergrenze von 52 GW für geförderte PV-Anlagen auf. Dabei spielt die Größe der einzelnen PV-Anlage keine Rolle. Voraussichtlich wird die Fördergrenze 2021 oder 2022 erreicht. Daraus ergibt sich nicht automatisch ein Zubaustopp. Bei höheren Eigenverbrauchsanteilen kann sich eine PV-Anlage auch so lohnen. Den Überschussstrom können Sie auch weiterverkaufen. Dabei werden die Vermarktungskosten über die Börse erst bei größeren Anlagen gedeckt

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Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) weist eine Obergrenze von 52 GW für geförderte PV-Anlagen auf. Dabei spielt die Größe der einzelnen PV-Anlage keine Rolle. Voraussichtlich wird die Fördergrenze 2021 oder 2022 erreicht. Daraus ergibt sich nicht automatisch ein Zubaustopp. Bei höheren Eigenverbrauchsanteilen kann sich eine PV-Anlage auch so lohnen. Den Überschussstrom können Sie auch weiterverkaufen. Dabei werden die Vermarktungskosten über die Börse erst bei größeren Anlagen gedeckt werden. Denkbar ist aber auch ein lokaler Stromverkauf. Die Größe von 40 kW hat in diesem Zusammenhang keine Bewandnis. Wenn Sie neben Ihrer Anlage aus dem Jahr 2006 jetzt eine weitere Anlage bauen, werden diese nicht zusammengezählt. Nur wenn die Anlagen innerhalb von zwölf Monaten in Betrieb genommen werden, gilt eine Zusammenfassungsregel. Wenn Sie eine Anlage bis 10 kW zur Eigenversorgung betreiben, sind Sie von der EEG-Umlage befreit. Sobald die Anlage größer ist, müssen Sie für den gesamten Eigenverbrauch die Umlage zahlen. Der Überschussstrom wird noch mit der gesetzlich geregelten Vergütung gefördert. Bei kleineren Anlagen wird erst mit höheren Anteilen von selbst genutztem Strom eine Wirtschaftlichkeit erreicht. Bei Ihren Planungen sollten Sie bedenken: Ihre Altanlage erhält ab 2027 keine EEG-Vergütung mehr, dann sollte sie sinnvollerweise in den Eigenverbrauch überführt werden. Damit sinken die Eigenverbrauchsanteile der Neuanlage, sie wird dann einen deutlich geringeren Geldwert produzieren. Daher sollten Sie die Investition in eine neue PV-Anlage über den gesamten Abschreibungszeitraum von 20 Jahren betrachten. (Folge 16-2019)