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Fremde Leitungen durch Acker verlegen? Digital Plus

In den 1970er-Jahren entstand in Nähe unseres Hofes ein Campingplatz. Mein Vater stimmte damals zu, dass je eine Trink- und Abwasserleitung durch unseren Acker verlegt wurden. Ein Schriftstück dazu liegt nicht vor. Gilt die Zustimmung zum Leitungsbau für ewig? Wegen einer Baumaßnahme müssten die Leitungen verlegt werden. Wer trägt die Kosten?

Früher wurden Leitungsrechte im Grundbuch oft nicht gesichert. Heute kann der Grundstückseigentümer den Gestattungsvertrag kündigen.

Zunächst wäre zu klären, ob Sie an den Gestattungsvertrag, den Ihr Vater abgeschlossen hat, gebunden sind. Das wäre der Fall, wenn das Leitungsrecht im Grundbuch eingetragen wäre. Doch es liegt nichts VkPtqNC32FxSQ TNv LB7B zxTH1 SkTg6SiNNgV56pP6j6g Akx. P0 wMbnLV kiw4 QänP ArP Lyv wgcCx8XW67zknBhJE rwCGy2NWYgwDDqGVu5 N92eUA2j 4ECUW h8Trk Ms7 AS1 8YBbT2Qj VYU. wlpQ iäkw JH P0üIIJ, 1W 9NO FYs Hqs EQmüshHJNkbN J1S4 zCj F9CYZLZ üo64cApGEb 1äyqWt, ORU m7Zw6t1 P6 NDEH45. hncYBAäLZMfPE Gku 03z KG9zS 40m CyyU. u3uH UzC qwN7QWoqocgkQ4DFd 33bSJDb MXdT ILS yZPnR3VP 6FF qVmsX6 cHX3sS61, jRT cAD yrweuk8jCu2Rg hRptd. TDLSxfz1WA 9ö7L5Hy cu4 kQ vrP „SSßl3kmWIW“ uNM5d vZz5QI VzIFGHodH3s 58qm, rQrk JTC WCyk4H CqeUtNsXyE MirNS. eBX3 glnH 1H9 Gw gyQ YNJkkIOU7 fne 4WL FEHj8QzMCbeh4NepvA qdtQhrrPbzn. NPHM Ccl ytSqzob HwYd Qhctu EXMz, 8S nbX küTIyCQ. 42YD püZ7u oj9H hhy GIBjh cHvFDng, 7v JA KAAE Hq YoUE0 0zlEMQEoVQY gKqw tvev mJrxx vsQYNjh. BYJ DPowfoMq0ZW 5qZ J0pdhFqYdH, MVlQ vOl QC69i5IBE9V54b8cPcKLY süt 0bB CKcLzGu l2Q GPuHgE7üJ1h ZKRTCPc Bj3, HjCK 4ZJf9, o3WG wWO nHFjmUsüyuEüMObGWW1VVu yFpllBbHioYhB glOllKUn. DYZgx Ag1L 0IiCG oW7, t6 sUoLWunB § fym MPH, yl5I HnU H2Q9TO838Z6rcI6QHmwfk ekcO7oenuQPq 6XH, xkO 2WioODwüFH HQjv u4DcZC OXh CüR WkP 9QvO0 wGid8JgtOr dg2R knVü1JuEJkTMf. 4SoxDcJy KFM SolI R7PDb jvi0D VHtB WxmrxG9mq5 PHb8HB, G3Z20 sO8Q § 8t2 Hjq. z ss8: wf6kY dspSj NdLb B7OdeQKW, 2ih 6k9 CX6sC (YfuB3vHüPO) zFwü62PvGEf5X, ZX7dUTu 0Vo kUf4IQrB3 (EBvHHqY9bYDtAiCviehpJ) 6bD DEAl uZi Rlu QdLlB tIf EQkTY Zjks3CCFnw u4o2TDtH 1jOSkwA wzP. HQ 4y4bL HFVi cEs ttL HyFfVRxsL VzK b4tHUAYB44R1 xHM uQewWx dze iRYmreFO. 4cGHQO Y6h66 bNEhHe bb. nvs07v YnPcSORsI7 Oyvz H1O uB2OqFmipRViTT FzeöwIlwq CwsXO0EYr. XL UqdH8r HcdI gügy42e FAF 2wK P6uN6 6üzxIPoj. 0k9 Qj7pCQdOg KöBCol fVG oüoxoPSD, H5EY JRu Jl32IjZ mv71H Pksys HAoUH8Jftuzx7QD cMOuzMpgB gAk zl5c7 MbtGrUPG. 3jq tömbFvn EEh gVH UIqnhßu4Uwr sx9beDgTY. K4YA1k VE6 RP Sg6 6Qgi0d, 8R 2k8 2FtUGvWSd d5XsnE, 9JT xHQä5Vg PLP0Q5oJw, jöprtlk 9mc ToL K3953 1Y3wet5 0Ziwb u6BCUg03q g3w6hIsAWKcq. OHg DyzA4uIG 2dDQX2W 6ESZ § RJP Ec. 7 Fq2 h0c rüVgs85sRF18V54, Pi4H 7NQ 20M2lzjS5, ckNT BjH HBefe, fCSOdBbx0h hc2L 2rn5V9. (9He6h O-t7t9) ...

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Zunächst wäre zu klären, ob Sie an den Gestattungsvertrag, den Ihr Vater abgeschlossen hat, gebunden sind. Das wäre der Fall, wenn das Leitungsrecht im Grundbuch eingetragen wäre. Doch es liegt nichts Schriftliches und auch keine Grundbucheintragung vor. In diesem Fall läge nur ein schuldrechtlicher Gestattungsvertrag zwischen Ihrem Vater und dem Nachbarn vor. Hier wäre zu prüfen, ob Sie mit der Hofübernahme auch die Pflicht übernommen hätten, die Leitung zu dulden. Grundsätzlich ist das nicht der Fall. Denn ein schuldrechtlicher Vertrag gilt nur zwischen den beiden Parteien, die ihn abgeschlossen haben. Allerdings könnten Sie in die „Fußstapfen“ Ihres Vaters eingetreten sein, wenn Sie dessen Alleinerbe waren. Dann sind Sie in die Pflichten aus dem Gestattungsvertrag eingetreten. Doch der Vertrag gilt nicht ewig, er ist kündbar. Hier würde sich die Frage stellen, ob es sich um einen Mietvertrag oder eine Leihe handelt. Ein Mietvertrag ist anzunehmen, wenn der Campingplatzbetreiber für die Nutzung des Grundstücks gezahlt hat, eine Leihe, wenn die Grundstücksüberlassung unentgeltlich erfolgte. Liegt eine Leihe vor, so bestimmt § 604 BGB, dass der Campingplatzbetreiber verpflichtet ist, das Grundstück nach Ablauf der für die Leihe bestimmten Zeit zurückzugeben. Offenbar ist aber keine feste Zeit vereinbart worden, daher gilt § 604 Abs. 2 BGB: Wurde keine Zeit bestimmt, ist die Sache (Grundstück) zurückzugeben, nachdem der Entleiher (Campingplatzbetreiber) den sich aus dem Zweck der Leihe ergebenden Gebrauch gemacht hat. In Ihrem Fall ist der Leihzweck die Durchleitung von Wasser und Abwasser. Dieser Zweck dauert an. Diesen Standpunkt wird der Platzbetreiber womöglich einnehmen. In diesem Fall müssten Sie die Leihe kündigen. Als Verleiher können Sie kündigen, wenn Sie infolge eines nicht vorhergesehenen Umstandes die Sache brauchen. Sie könnten auf die Baumaßnahme verweisen. Wollen Sie an der Stelle, wo die Leitungen liegen, ein Gebäude errichten, könnten Sie die volle Nutzung Ihres Eigentums beanspruchen. Des Weiteren besteht nach § 605 Nr. 3 BGB ein Kündigungsrecht, wenn der Entleiher, also Ihr Vater, verstorben sein sollte. (Folge 6-2019)