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Stadtwerke nehmen Strom nicht ab Digital Plus

Ich betreibe eine 30-kW-PV-Anlage, der Strom geht ins Netz der Stadtwerke. Zusätzlich möchte ich eine Kraft-Wärme-Kopplung mit 15 kW bauen. 5 bis 10 kW können wir im Betrieb selbst nutzen. Den weiteren Strom wollen die Stadtwerke nicht abnehmen, das Netz sei überlastet. Nur wenn ich das Stromnetz auf eigene Kosten ausbaue, könne man die Einspeisezusage geben. Stimmt das?

Vermutlich speisen Sie den Sonnenstrom aus Ihrer 30-kW-Anlage über den Hausanschluss in das Netz ein. Ihr Netzbetreiber stellt nun fest, dass dieser Hausanschluss für die Einspeisung weiterer 15 kW aus der von Ihnen geplanten KWK-Anlage technisch nicht geeignet ist.

Für den Anschluss einer KWK-Anlage an das Netz gilt § 4 KWKG. Danach ist der Netzbetreiber, zu dessen technisch für die Aufnahme geeignetem Netz die kürzeste Entfernung zum Standort der...

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Vermutlich speisen Sie den Sonnenstrom aus Ihrer 30-kW-Anlage über den Hausanschluss in das Netz ein. Ihr Netzbetreiber stellt nun fest, dass dieser Hausanschluss für die Einspeisung weiterer 15 kW aus der von Ihnen geplanten KWK-Anlage technisch nicht geeignet ist. Für den Anschluss einer KWK-Anlage an das Netz gilt § 4 KWKG. Danach ist der Netzbetreiber, zu dessen technisch für die Aufnahme geeignetem Netz die kürzeste Entfernung zum Standort der KWK-Anlage besteht, verpflichtet, die Anlage an sein Netz anzuschließen und den erzeugten Strom vorrangig abzunehmen. Die Verpflichtung zur Abnahme des KWK-Stroms ist gleichrangig mit der Abnahmeverpflichtung von EEG-Strom. Bei Neuanschlüssen und Anschlussveränderungen von KWK-Anlagen finden die Regelungen nach § 8 der Kraftwerks-Anschlussverordnung für Anlagen unterhalb 100 MW ungeachtet der Spannungsebene entsprechend Anwendung. Danach trägt der Anschlussnehmer die Kosten der Verbindung zwischen der KWK-Anlage und dem Netzanschlusspunkt. Zusätzlich trägt er die Kosten, die im Zuge einer erforderlichen Ertüchtigung des Netzanschlusspunktes anfallen, insoweit, als sie durch ausschließlich vom Anschlussnehmer genutzte Betriebsmittel verursacht sind. Dabei hat der Anschlussnehmer keine Anschaffungs- und Herstellungskosten von Betriebsmitteln zu tragen, die in das Eigentum des Netzbetreibers oder von Dritten übergehen. Kosten zur Verstärkung des Netzes sowie einen Baukostenzuschuss müssen Sie als Anschlussnehmer nicht tragen.