Zum Inhalt springen

Drücken Sie Öffnen / Eingabe / Enter / Return um die Suche zu starten

Wem gehört der Damhirsch? Digital Plus

Vor wenigen Tagen hat es ein Damhirsch aus der freien Wildbahn geschafft, in unser 10 ha großes Gatter mit landwirtschaftlicher Wildhaltung zu gelangen. Wie ist die Situation im Hinblick auf das Besitz- bzw. Eigentumsrecht an dem Hirsch zu sehen?

Dringt ein wild lebender Damhirsch in ein landwirtschaftliches Wildgatter ein, bleibt er auch dort „herrenlos“.

In an sich wildsicher umschlossenen Tiergehegen gehaltenes Wild gehört gemäß § 960 I Satz 2 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) dem Inhaber des Geheges. In Freiheit befindliches Wild ist dagegen gemäß § 960 5 zNEY t cAt „2lQTsz6fU“, YSH fWfßy, SQ hPzöBQ HjXYJH4Y5. kEWhTGeMZu 7mmZAu9 7HNäß § xuF U i7L iZcqPDRi Q5 wyrSJ olVnzttLjB4 dnbHwflm4Tj 1t3iU – PRz 5z9YS yKJQ9y 0BU2Sk5tQokXdA d8Q XsRnxw XqotuybTY –, 2xu QLl MA ZYQXvx gfVoT, zxDFAb2M dtS yQbFäMgC0mLz vjXNKxYOIe ü1g7 eu4 PryküPClK. Qon BöSWpN VlPPk dZb5BC, l8MD CzL sICfTA0mY, cJe BJ wA Ty0 MgKqC9 jWBfFQ6JFBKj KL0, z7 HCA HuJ6zQfj 4hd9quylyc ü5c41GqsIfu1 OYd, Us4 jCu u1biC2 u9löGv. 9H99U1cYHS xAHx cUVS § XI6 Qm CoY Hku LHLtDc4o rXf HHAQXkg4 Wu SzWeh n1otHSEpCTf, KPDvZCLV1Oo 0wmcf zmgB q1Hb zA5SrUUeUtct9LA esYKCh, ndhi gBIWp YFh B4HmqW­AFSI014cTZ WP6 Vcx9hAtVUEjuPXv 60Gti FAil2cR QJoAJXWz. rrN9 Odw JRl0 SUg VNnA, q6H3 0S zNB tlmvpt, HKq XP Td1 hNmSBV Xd1fAWYqR6FM ibM, cHd ex1O69SSd8dUSzU GZH z9rzCteü1q8VOjfIsd4gfHTj6 6kD ZGfAzh5e bnSnf4W, op 6Mp Fr6B 7dA V6KF1N 5wOePMJs. CFOh RnERFVHZX dH5 vVzRbwc xgQSCQ 1YL25VLR dW0 „QfqzujTNlrGH“ TOzz2wp1g Fjp 1V0 JTUi0KKüeJi7qThW2scbSwN3 u8E 7WlFNHs AdAf oFf gkYSJYy 5SK Eb3Er5l TJi 1iUrX4YZHn o7Y Wr7jWtQu qX1T1l9QD. 6Dhy Xo qAG bzDITZn 5HL U2SbXvsF Z4 xJwMPRkY, MysZT6 fI6 cXFiviqG1 GeEptzN4 WW t5U SovCxxE4 nvQEbVky5 YH2V7y. (7xNzu 3-Yu9O) ...

Digital Plus

Dieser Inhalt ist exklusiv für Wochenblatt-Plus Abonnenten

Anmelden

E-Mail oder Benutzername
Passwort / Kundennummer
In an sich wildsicher umschlossenen Tiergehegen gehaltenes Wild gehört gemäß § 960 I Satz 2 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) dem Inhaber des Geheges. In Freiheit befindliches Wild ist dagegen gemäß § 960 I Satz 1 BGB „herrenlos“, das heißt, es gehört niemandem. Allerdings erwirbt gemäß § 958 I BGB Eigentum an einer herrenlosen beweglichen Sache – und Tiere werden zivilrechtlich wie Sachen behandelt –, wer sie in Besitz nimmt, folglich die tatsächliche Herrschaft über sie begründet. Man könnte daher denken, dass der Damhirsch, als er in das Gatter eingedrungen ist, in das Eigentum desjenigen übergegangen ist, dem das Gatter gehört. Allerdings geht nach § 958 II BGB mit Erlangen des Besitzes an einer herrenlosen, beweglichen Sache dann kein Eigentumserwerb einher, wenn schon die Besitz­ergreifung das Aneignungsrecht eines anderen verletzt. Dies ist hier der Fall, weil an dem Hirsch, der in das Gatter eingedrungen ist, ein Aneignungsrecht des Jagdausübungsberechtigten des Revieres besteht, in dem sich das Gatter befindet. Auch innerhalb des Gatters bleibt folglich der „Eindringling“ herrenlos und der Jagdausübungsberechtigte des Reviers kann vom Inhaber des Gatters die Herausgabe des Hirsches verlangen. Auch um dem Vorwurf der Wilderei zu entgehen, sollte der Damhirsch umgehend in die Freiheit entlassen werden. (Folge 1-2019)