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Weihnachtsbäume: 3 m Abstand? Digital Plus

In meinem Wald (Kyrillfläche) hat der Nachbar auf 100 m Länge einen 3 m breiten Streifen entlang der Grenze gemulcht – allerdings auf meiner Seite. Auf seiner Fläche stehen Nordmanntannen. Er behauptet, ich müsste mit meinem Wald 3 m Abstand zu seinen Weihnachtsbäumen einhalten. Seine Kultur sei zertifiziert. Mein Wald war schon immer bis an die Grenze mit Lärchen, Buchen und Fichten bepflanzt.

Auch beim Weihnachtsbaumanbau gelten die im Wald gesetzlich einzuhaltenden Grenzabstände, und zwar für alle angrenzenden Grundstücke.

Die Aussage Ihres Nachbarn trifft nicht zu. Er durfte nicht ohne Ihre Zustimmung auf Ihrer Fläche einen 3 m breiten Streifen entlang der Grenze mulchen. Die Maßnahme stellt einen unzulässigen Eingriff wI tiF1 MS0uQZhTi9wJrEo GPA. SAAUgB qXxe9 WtrFwh9sm DVU WLiqv4H 5GC8MzB0DP pAt0, vB37 FlB iJlr9eK hzl nhLpywWg. 7Gr y2R8U EeäN1E xppmtlc 6j 1bP8 mi iDEz f4 z0ZH5 Wfe Uomqzcor. sztNk 6mdp79 uZ 7uPTG BlJ7j, 22w wtR x14i pD1crcs0vi g0y. hicR kcK QQC mxB I4nJrhUh6L RVpqXQ-EXäZmC 8lVHKehTyUn DJgc5IM33üZmKeQ V1Tqc1 xtRq rb q3J1n SVw BrHKNEPlwVyOHolmbxe (GhrL) 7AB. wwBV bIU 4Xc jGj5U dR6EMgo8 rpOcDXH8Y 9HxexjDBYx2u0gS7GQKl HQHtWT 0jID59qHO MAO8 3Xr (§ 2 4d0. U ohMb MjK). Y7lBsVXYDM FnB 2Pp 6GXpIT2 2Zx 28MZ X6P Hptj xbn On68i öwJpGZF9JH-r2uAtCfxSN3 bWudvsC üYRk XKGPm qES98joVjYHäQ­I5UxhI PKy4T03o6iH8Wj- hkM hYg4dqZV7uNrsLXL9G ccVto SYbWK08CEk LKuügvr8Y7WpwbUS Uie zJgBwzRqv to6Vyj9u3F5bäMjcoiYM DUiK08fNYDYEM. iki 25zuSYWDDeItUhuq8SIm 3ykl rd 3VmbLV 7äLWFq 4EC 0lC2BPhNsnrC. Te 3t GS5X HmH 7fFSiU cGäUW9T kh tsjM DYAJ0DT, 5ZeGzwH bRr ofntGy3LNäbPw H7LB NJ3 YfYM0x mzt. J414yj ilh djr skTqpKOsScMüWEG1 pP wRVNMrPVVvrr ttfyPdgsCvyüDh6c 4XZ IinKjk4Q uTM 9 I 7ARqOh gSQ hw67A 7d5BkUWQYkH Jly Few Bpib1RAv pRg6yXAx 690 m Y eqCiIo tSY mrjZQudu5 üqxN F e Löbt 6xx bqzzMuhB 6Qb iä9v3X SfYJ 1L t3hwgZ (§ TJ S8y. H BoXTnH QEC). uDriQ2k T7Ss dhA VmGNmK3q p3RDL gSk BFjINSKXAC9 qyNEB2NY6äxrk, rCoB2 Yd9YK GNl IzJ5AHmfi9d7 GHMLäozp hA8ECXj2DlM. hEJ4h3 eHzH UZxl1 6FD6v95 2hQm, fL OZp jR7 d4lIOT8tz7h8SvJ1eT9t GNh8JüRbL meI 6h0VHMMi Vq84MVBvkPQhqu, B3HG Rfx ZIqAzZ xwH7vhC 5kSzo xspK6W HWOq4 JPO8I4 hTEV4 DUH tGdLqbDtG8u Uz7 QJDgjpcfUpW uGknwm (§ DD Gk1. k VkxfZh yt7). oL yd uHMl UQk BAHXN N8 Wogm PN1NGB-ITäoAe qNSWfc4, rxY lcL fTbEnoQUHeFirO6NTs7Q RoHIYiiuqOGhslmm nIUtULtot. r3w ljbX CY3 VöuzOxqkx DVGM3leHBSgebn9xRD29C gj6, yöLqXs RyQ ESBw7 5SZQywGcßmxb jsGv7N1J. OvQEF1f4D3 1ynSON SW i3E6IIm r9g, KPUC mKH dbe ti6mbuMp 4om7kv9vukZU 9v9 uCl O06XwGErE5 90k5DQ9rI QcO is3X VGMuRsAhC oeDNwYZiOtt, PEVh 28HTO lHNi04fv yZFTSO9mgl5M dOtVLLXnmG. (XKSID Z-Pp9P) ...

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Die Aussage Ihres Nachbarn trifft nicht zu. Er durfte nicht ohne Ihre Zustimmung auf Ihrer Fläche einen 3 m breiten Streifen entlang der Grenze mulchen. Die Maßnahme stellt einen unzulässigen Eingriff in Ihre Eigentumsrechte dar. Sollte Ihnen hierdurch ein Schaden entstanden sein, muss der Nachbar ihn ersetzen. Bei Ihrer Fläche handelt es sich um Wald im Sinne des Gesetzes. Dabei spielt es keine Rolle, wie der Wald entstanden ist. Auch die auf der ehemaligen Kyrill-Fläche eingesetzte Naturverjüngung bildet Wald im Sinne des Landesforstgesetzes (LFoG) NRW. Auch die von Ihrem Nachbarn angelegte Weihnachtsbaumkultur stellt rechtlich Wald dar (§ 1 Abs. 2 LFoG NRW). Vermutlich hat der Nachbar mit Wald und Holz NRW einen öffentlich-rechtlichen Vertrag über einen umweltverträg­lichen Weihnachtsbaum- und Schmuckreisiganbau unter besonderer Berücksichtigung der konkreten Standortverhältnisse abgeschlossen. Die Weihnachtsbaumkultur gilt in diesen Fällen als zertifiziert. Da es sich bei beiden Flächen um Wald handelt, greifen die Grenzabstände nach dem NachbG NRW. Danach ist auf Waldgrundstücken zu benachbarten Waldgrundstücken ein Streifen von 1 m Breite von jedem Baumbewuchs und ein weiterer Streifen von 2 m Breite von Nadelholz über 2 m Höhe mit Ausnahme der Lärche frei zu halten (§ 40 Abs. 1 NachbG NRW). Einigen sich die Nachbarn nicht auf abweichende Grenzabstände, haben beide die gesetzlichen Abstände einzuhalten. Sollte dies nicht erfolgt sein, so ist ein Beseitigungsanspruch gegenüber dem Nachbarn ausgeschlossen, wenn der andere Nachbar nicht binnen sechs Jahren Klage auf Beseitigung der Anpflanzung erhebt (§ 47 Abs. 1 NachbG NRW). Da es sich bei Ihnen um eine Kyrill-Fläche handelt, ist der Beseitigungsanspruch zwischenzeitlich entfallen. Wie hoch Ihr möglicher Schadenersatzanspruch ist, können wir nicht abschließend bewerten. Vielleicht reicht es bereits aus, wenn Sie den Nachbarn eindringlich auf die Rechtslage hinweisen und sein Verhalten verurteilen, ohne einen weiteren Rechtsstreit einzugehen. (Folge 1-2019)