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Regenwasser fließt nicht mehr ab Digital Plus

Die Stadt hat entlang unseres Grundstücks einen Radweg gebaut. Er wurde auf einem kleinen Damm errichtet. Jetzt jedoch fließt das Regenwasser nicht mehr von unserer Fläche ab. Zwar wurde auch eine Dränage verlegt, doch sie wirkt auf dem Tonboden nicht. Müssen wir dies dulden?

Sofern durch hoheitliches Handeln in die Rechte eines Eigentümers eingegriffen wird, besteht die Möglichkeit, hiergegen einen öffentlich-rechtlichen Folgenbeseitigungs- bzw. Abwehr- und Unterlassungsanspruch oder Schadenersatz nach Amtshaftungsgrundsätzen geltend zu machen. Der Bau des Radweges stellt eine hoheitliche Tätigkeit dar. Soweit infolge der Errichtung des

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Sofern durch hoheitliches Handeln in die Rechte eines Eigentümers eingegriffen wird, besteht die Möglichkeit, hiergegen einen öffentlich-rechtlichen Folgenbeseitigungs- bzw. Abwehr- und Unterlassungsanspruch oder Schadenersatz nach Amtshaftungsgrundsätzen geltend zu machen. Der Bau des Radweges stellt eine hoheitliche Tätigkeit dar. Soweit infolge der Errichtung des gegenüber dem Niveau Ihrer Ackerfläche erhöhten Radweges ein Abfluss bzw. eine Versickerung des Niederschlagswasser nicht mehr im bisherigen Umfang erfolgt und dadurch Beeinträchtigungen oder Schäden auf Ihrem Acker entstehen, liegt grundsätzlich ein Eingriff in das Eigentum vor. Die Beeinträchtigung darf jedoch nicht nur unwesentlich sein. Davon gehen wir hier allerdings aus, wenn aufgrund von starkem Regen der Acker großflächig überflutet wird bzw. unter Wasser steht. Etwas anderes würde nur dann gelten, wenn dieses Ereignis nur bei außergewöhnlichem Starkregen eintreten würde. Im Ergebnis haben Sie daher grundsätzlich Anspruch, dass die Stadt für einen ordnungsgemäßen Wasserabfluss entlang des Radweges sorgt. Falls die Stadt jegliche Nachbesserungen ablehnt, sollten Sie einen Anwalt und unter Umständen einen Sachverständigen einschalten.