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Muss der Grenzzaun weg? Digital Plus

Auf meiner Fläche, 1000 m2, stehen bis 12 m hohe Tannen. Bei einer Neuvermessung kam heraus, dass die Zäune der zwei angrenzenden Gärten auf meinem Grund stehen. Beide Nachbarn haben zugesagt, dass bei einem Besitzerwechsel die Zäune richtig gesetzt werden. Jetzt hat es einen Besitzerwechsel gegeben, aber der Zaun steht immer noch 1,10 m auf meiner Fläche.

Die Errichtung eines Zaunes auf der Grenze ist unter anderem nur zulässig, wenn beide Grundstücke bebaut sind oder gewerblich genutzt werden.

Ihr neuer Nachbar darf den Zaun auf seinem Grundstück entlang der Grenze errichten. Dies bedeutet, dass der Zaun vollständig auf seinem eigenen Grundstück gebaut werden muss und an keiner Stelle die Grenze zu Ihrer Fläche überschreiten darf. Eine Errichtung auf der gemeinsamen Grenze wäre nur zulässig, wenn beide Grundstücke beb

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Ihr neuer Nachbar darf den Zaun auf seinem Grundstück entlang der Grenze errichten. Dies bedeutet, dass der Zaun vollständig auf seinem eigenen Grundstück gebaut werden muss und an keiner Stelle die Grenze zu Ihrer Fläche überschreiten darf. Eine Errichtung auf der gemeinsamen Grenze wäre nur zulässig, wenn beide Grundstücke bebaut oder gewerblich genutzt würden oder wenn sich eines der Grund­stücke im Innenbereich oder auf einem nach dem Bebauungsplan festgesetzten Bauland befände. Hiervon gehen wir nach Ihren Schilderungen nicht aus. Der Standort der Einfriedigung richtet sich dabei nach den Vorgaben des Nachbarrechtsgesetzes NRW (§ 36 Abs. 1 Satz 2). Der Nachbar ist auch nicht verpflichtet, mit der Errichtung des Zaunes 0,50 m von der Grenze zurückzubleiben. Weil Ihre Fläche recht klein und mit hohen Tannen bepflanzt ist, gehen wir davon aus, dass eine Bearbeitung mit landwirtschaftlichem Gerät bis an die Flurstücksgrenze nicht in Betracht kommt. In solchen Fällen haben Sie keine Möglichkeit, die Einhaltung des sogenannten Schwengelrechtes von Ihrem Nachbarn zu ver­langen. (Folge 1-2019)