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Koppelzaun zurücksetzen? Digital Plus

Wir besitzen eine Koppel, die seit Jahrzehnten an andere Weiden grenzt. Ein Nachbar hat seine Weide jetzt umbrochen. Der Koppelzaun stand immer direkt auf der Grenze. Müssen wir den Zaun zurücksetzen? Welchen Abstand muss der Nachbar beim Ackern zum Zaun einhalten? Die Flächen liegen in Niedersachsen.

Zwar gibt auch das Niedersächsische Nachbarrechtsgesetz Grenzabstände zwischen Einfriedigungen und landwirtschaftlichen Flächen vor. Diese betragen im Unterschied zu Nordrhein-Westfalen nicht 0,50 m, sondern 0,60 m. In Ihrem Fall geht es aber darum, dass ein Grenz­abstand zwischen der Pferdekoppel und den Weiden wegen der Gleichar

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Zwar gibt auch das Niedersächsische Nachbarrechtsgesetz Grenzabstände zwischen Einfriedigungen und landwirtschaftlichen Flächen vor. Diese betragen im Unterschied zu Nordrhein-Westfalen nicht 0,50 m, sondern 0,60 m. In Ihrem Fall geht es aber darum, dass ein Grenz­abstand zwischen der Pferdekoppel und den Weiden wegen der Gleichartigkeit der Nutzung bisher nicht eingehalten werden musste. Jetzt hat Ihr Nachbar seine Fläche in Acker umgewandelt. Das führt aber nicht dazu, dass Sie den Zaun zurücksetzen müssen. Der Zaun genießt auch nach dem Niedersächsischen Nachbarrechtsgesetz Bestandsschutz, da er bereits länger als zwei Kalenderjahre steht (§ 33 NNachbG). Ihr Nachbar muss den Acker so bestellen, dass keine Schäden am Zaun entstehen. Insbesondere beim Pflügen muss er so viel Abstand einhalten, dass Schäden vermieden werden. Dies können Sie aufgrund Ihrer Eigentumsrechte verlangen. Der Anspruch ergibt sich aus § 1004 BGB. Weisen Sie Ihren Nachbarn darauf hin. Eine förmliche Vereinbarung schreibt das Gesetz in diesem Fall zwar nicht vor, sie kann aber im Schadensfall hilfreich sein.