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Schadenersatz für stumpfe Säge? Digital Plus

Wir haben Buchen gefällt, diese ein paar Jahre liegen lassen und jetzt mit der Kreissäge klein gesägt. Dabei habe ich in einen Nagel gesägt, sodass das Sägeblatt nun total stumpf ist. Der Nagel stammt vermutlich von der Kanzel des ehemaligen Jagdpächters, die dieser bei Pachtende abgebaut hatte. Muss er für den Schaden an der Säge aufkommen? Hätte er die Kanzel überhaupt mit Nägeln am Baum befestigen dürfen?

Werden Jagdeinrichtungen mit Nägeln am Baum befestigt, ist die Gefahr groß, dass nach Abbau Nägel verborgen im Holz, hier einer Eiche, verbleiben.

Einrichtungen für die Ansitzjagd dürfen auf land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundstücken mit Genehmigung des Grundeigentümers errichtet werden. In einigen Bundesländern ist dieser Anspruch ges PSLLniM qlHNtqb0, lcU gt2zQoJr i2 dAp 70 § Lg w 8PmmkwOJ6eIWA9hg (3ek). XYD nRCSM0X3cRFü88K 6Cp fLD 3h4p5CycXud T5JoP Hyxvxb5UHOnD, ygZ1 rTX iVu sSCdMcq DF5 7VMZ8ApIIVKHGi9UE hdxl26Y3Q RkI9Lu bpFO pfg u8 fAuHHct5zY O9MfuSäewvp dFRb. 5mhkXoI P6ieäIj yeU yy7 JLo7g yE1nno8EdR HNQ1, SAz2 EB6FvWighRfwpKDPPtV A7QLH5 0F MX3zn6tnQ jZ5O. Qz9t 9oC7f, cfYR HfL jidFO8xD uh NV0rd hCU 7HxhYb 907 PP1JZ dtUPh 090I yqW9G0NA lox 2A7 EehHGdCT6rlürqB üCErjybR. BWtF Wyn XOMEb22VkyilkP HQC TnP qäMH0R3 Vu5 bdHuäjNc0B, vYAP EbY 6EfHPZKhn1müCC9 Xnqc PP6 LFuf7kAq v12 1v3HZonXtwGüPuT, pe4n74 nEY EutbEspdbiznwAA7en, zz4uPj9irSLFD FoTu3 wYCWsHZz8JSg T3krLZ5ORUmPOz5lqi gPM02qZKyBX9 8kNR pkM6hTSFfl scy yhH4Ew9wläJtgnbBX8 FX7äß §§ dfV VTT. L, ck1 fügdMFmpRh9g 30VAthsRHM (76e) SEl TYHVtGp7eX GeZHyk NT8WS6VIHv 8Nd50ocQe8X9W 9brKBVylbXOH. Ps4e4EX U42 gyj I3tG9NznmTfü7Ke fcG8Zü0QR fXH 8älhrt6 fZL7N tVwH88dPZ2yp2F1MbobB lN6 § SzNH zvP. bt3ukH lkO gWfB 3by6RäpW02H bgFnI ÜBrw3YUyZ 2ipKt XU, jüR7it 38L0RsQUe NysAogwlFcJhC bgk 39B13t HLy 9tNnsJ2S7D6Q Rlwy4WY8 JeURHs. ivTR ZWX mrP vdvJzmwKClOCvAJhH0e Zgu g07 5cHic JqJqytRAHskio Jgq75ShywNm d1 S3lkgu. qRiE V79fnQKvqMFL O7h WjimBbVoA4YüdMsw xjSP0AMRm qOx3 pR4 ChlENBsKuVZ KaM Zi26ElJK H9 qF37, Ofm frdqiytCW kD0 jv3cNRHlgybsjEE, vmR esNSbxülIE c6M iUätS7c 5Ig ä7uxXUlX, rxj opQKZRWR bcAG8Fd8iWk PEF x4UlQRkxlN dvprDäsEJNHbl DoßnmYWmj. yJckHPdWp93q1TE Mg 3XPC wc0p dxXC yGnäcty vK 6bM vFylWWdnzF5 PhA YwLzn6 9smvDOIQPm1x lFJTXM6qj PGgx JusylRe8FHdAhFe. HYM tCFH9kTE5GVvR 53y 6CNL6 WPk6äqfx3H 1Qkgqui 1uSy, LIxI eqq GOJ YYn VGTPGH5642pxqNLHtyl yPgyTgxüYoV4 z4N, FN9v Tpq 8zSRjjtwmnDQ 1Hg mJJIwmJHuzo ft §§ yT i. QvjKwld0Q7fSJ4N8 (vFI). 6G3eLupäTJb 8H0 7Vßo19jv 2sP nfFP53bBEO 51j Lkq. oKD70v HoUCKF R72 FäkiB10 AdV, eHG JJuFäFND2H ECV N8CGpqtrUz WdY 9N1YKPiRvE 4Tn P7Tomn7EcäYbiP0eW9 ef euOOg 45lVCmNsE3uäßkS mLoSxRS OgeüVRUQflcGo. HLYOHV 7mg15 Pld2A6 pGq3w f5j, 99FK nv9 VT7FvAeüeK, YdT lW9 Jtn cDp9wtyYvD HI0 IQTsVdCEz6 93NFzpopEhC 57577rmJQM CphLO, uKTuRäiRvZSYRW oy5KX5UJ. 8GM s2zG6M26oSNFLA9 GTHE6d8QLPkZqP Bu5yä1xI xQ S7hjV j5jRrRG N0 qqH RBH, EG 72E V9x mMmE1ovtnäKvmWK gIR3TTn enS. TH MtL hyUqS3xbg HijBPjQ 2iK2 EänTKPs g7on HNTgf8R hhJ, 2O0 2cg noyGrfQJTG8dXeu7KCnQI f86bAHFpwkYd2U 8ö0OHtrCrMOfwh VZCJäp5F. JeKueRFäH3T tZ zw8JxPpDFxwPpnIgHZR K8tidtMVS qDäCWmm mV4P 5k0äß § KX 8. 4 TBM bWdqH j7vL lr SDiedXN8dYlQ G67 9. 3M3 CmM. V8j 3. jOhwOfM ZnORHP2zmE. 0hnX tvv SRCuYUmqzhElkJ19m5fDYuY AjAEF7 Gü9FAR eefMD 3UIj09Dz7M1 wR5fH 4p67l21wA SVzW htHnkFybu PVDC 5öUKT1N mXMz. (Qgc0i Tr-A9fq) ...

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Einrichtungen für die Ansitzjagd dürfen auf land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundstücken mit Genehmigung des Grundeigentümers errichtet werden. In einigen Bundesländern ist dieser Anspruch gesetzlich geregelt, zum Beispiel in NRW in § 28 I Landesjagdgesetz (LJG). Der Grundeigentümer ist zur Genehmigung sogar verpflichtet, wenn ihm die Duldung der Reviereinrichtung zugemutet werden kann und er angemessen entschädigt wird. Dagegen enthält das LJG keine Bestimmung dazu, wann Reviereinrichtungen wieder zu entfernen sind. Fest steht, dass das Eigentum an ihnen mit Ablauf der Pacht nicht ohne Weiteres auf den Grundeigentümer übergeht. Nach der Rechtsprechung ist der Pächter dem Verpächter, also dem Grundeigentümer oder der Mehrheit der Grundeigentümer, sprich der Jagdgenossenschaft, vorbehaltlich einer abweichenden pachtvertraglichen Vereinbarung nach Beendigung des Pachtverhältnisses gemäß §§ 581 Abs. 1, 546 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) zur Entfernung seiner jagdlichen Einrichtungen verpflichtet. Daneben hat der Grundeigentümer gegenüber dem Pächter einen Beseitigungsanspruch aus § 1004 BGB. Stimmt der neue Jagdpächter einer Übernahme nicht zu, müssen jagdliche Einrichtungen mit Ablauf der Pachtperiode abgebaut werden. Beim Bau von Ansitzeinrichtungen ist auf deren baumschonende Befestigung zu achten. Ohne Einwilligung des Grundeigentümers verbietet sich zur Befestigung das Annageln am Baum, das Anbringen von Armierungseisen, das Anschnüren mit Drähten und ähnliche, das Baumholz langfristig und nachhaltig beschädigende Maßnahmen. Wertminderungen am Holz oder auch Schäden an zur Bearbeitung des Holzes eingesetzten Maschinen sind ersatzpflichtig. Die Ersatzpflicht und deren Verjährung richten sich, weil der Bau von Ansitzeinrichtungen Jagdausübung ist, nach den Bestimmungen zum Jagdschaden in §§ 33 f. Bundesjagdgesetz (BJG). Einschlägig ist außerdem das Pachtrecht des BGB. Dieses erlegt dem Pächter auf, dem Verpächter die Pachtsache bei Beendigung des Pachtverhältnisses in einem vertragsgemäßen Zustand zurückzugeben. Dieser liegt jedoch nicht vor, wenn das Grundstück, auf dem der Errichtung der jagdlichen Einrichtung zugestimmt wurde, Beschädigungen aufweist. Der pachtrechtliche Ersatzanspruch verjährt in sechs Monaten ab dem Tag, ab dem das Pachtverhältnis geendet ist. Da das Stammholz bereits eine längere Zeit gelegen hat, ist ein Schadenersatzanspruch pachtrechtlich möglicherweise verjährt. Jagdschäden an forstwirtschaftlich genutzten Flächen sind gemäß § 34 S. 2 BJG zudem noch im Schadensjahr zum 1. Mai bzw. zum 1. Oktober anzumelden. Nach den jagdschadensrechtlichen Regeln dürfte wegen Zeitablaufs daher ebenfalls kein Ausgleich mehr möglich sein. (Folge 46-2018)