Nasser Keller – ist Vermieter zuständig?

Leserfrage: Ich habe ein Gewerbeobjekt mit Keller als Lagerraum vermietet. Aufgrund von anhaltendem Regen stand der Keller lange unter Wasser. Muss ich als Vermieterin für den Schaden aufkommen?

Wochenblatt-Leserin Anne G. fragt: Ich habe ein Gewerbeobjekt mit Keller als Lagerraum vermietet. Aufgrund von anhaltendem Regen stand der Keller lange unter Wasser. Elektrogeräte, die im Keller gelagert wurden, sind beschädigt. Muss ich als Vermieterin für den Schaden aufkommen, da das Haus baulich nicht ausreichend vor dem Eindringen von Wasser geschützt ist? Ist eine Mietminderung gerechtfertigt? Es ist aufwendig, die Baumängel zu beseitigen.

Inka-Marie Storm, Justiziarin Haus & Grund Deutschland, Berlin, antwortet: Nach den Schilderungen liegt aus meiner Sicht ein Mangel an der Mietsache vor, weil der Keller als Lagerraum vermietet wurde und weil das eindringende Wasser diese Nutzung erschwert bzw. das Lagern von Elektrogeräten unmöglich macht.

Zwar kann die Durchfeuchtung des Bodens bzw. der Kellerwände bei sehr alten Gebäuden üblich sein, weil beispielsweise ohne Horizontalsperre gebaut wurde. Die Feuchtigkeit im Keller wäre dann grundsätzlich kein baulicher Mangel. Allerdings kommt es im Mietrecht auf die Gebrauchstauglichkeit der Mieträume zum...