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Befristeter Mietvertrag Digital Plus

Der Mieter unseres Altenteilerhauses hat gekündigt. Mit dem neuen Mieter möchten wir einen Vertrag auf drei Jahre ab­schlie­ßen. Danach wollen wir das Haus renovieren und selbst einziehen. Worauf sollten wir bei Abschluss des Mietvertrages achten?

Der Vermieter sollte im Zeitmietvertrag die Gründe für eine Befristung wahrheitsgemäß beschreiben.

Ein Mietvertrag über Wohnraum kann nur noch unter bestimmten Bedingungen befristet werden. Die Nutzung für die eigene Familie sowie eine wesentliche bauliche Veränderung oder Instandsetzung können diese Bedingungen erfüllen. Dafür ist es zwingend erforderlich, dem Mieter bei Vertragsschluss den Grund oder die Gründe der Befristung und den dazugehörigen Lebenssachverhalt

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Ein Mietvertrag über Wohnraum kann nur noch unter bestimmten Bedingungen befristet werden. Die Nutzung für die eigene Familie sowie eine wesentliche bauliche Veränderung oder Instandsetzung können diese Bedingungen erfüllen. Dafür ist es zwingend erforderlich, dem Mieter bei Vertragsschluss den Grund oder die Gründe der Befristung und den dazugehörigen Lebenssachverhalt in von anderen ­Interessen des Vermieters unterscheidbarer Weise schriftlich mitzuteilen. Idealerweise wird dies im Mietvertrag vereinbart. Ein späterer Wechsel der Gründe für die Befristung ist unzulässig. Lassen Sie sich bei der Formulierung des Mietvertrages bei Bedarf beraten. Nach Ablauf der vereinbarten Mietzeit endet das Mietverhältnis automatisch. Zieht der Mieter dann nicht aus und beruft er sich zu Recht auf einen unwirksamen Zeitmietvertrag, gilt das Mietverhältnis als unbefristet. Folge: Der Vermieter kann den Mietvertrag nur bei berechtigtem Inte­resse kündigen. Zieht der Mieter trotz eines wirksamen Zeitmietvertrages nicht aus, bleibt nur die Zwangsräumung und ein gerichtliches Verfahren. Die Befristung bietet dann den Vorteil, dass in der Regel kein Vollstreckungsschutz oder eine durch das Gericht bestimmte Räumungsfrist gewährt wird. (Folge 36-2019)