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Jakobskreuzkraut: Blüten entfernen? Digital Plus

Auf den Pferdewiesen unserer Nachbarin wächst Jakobskreuzkraut. Nun vertritt sie die Auffassung, die Blüten dürften nicht entfernt werden, da sonst die Pferde die Pflanze nicht mehr riechen könnten und den Rest der Pflanze fressen würden. Ist diese Aussage richtig?

Durch in der Pflanze enthaltene Bitterstoffe wird das Jakobskreuzkraut von Weidetieren in der Regel gemieden und kommt dadurch zur Blüte.

Die jungen Rosettenpflanzen des Jakobskreuzkrautes enthalten noch wenige unangenehme Geschmacksstoffe und können daher von unerfahrenen oder hungrigen Tieren gegebenenfalls gefressen werden und zu Vergiftungen führen. Ältere Pflanzen sind geschmacklich von erfahrenen Tieren klar zu erkennen, mit oder ohne Blüten. Mähen vor der Blüte bewirkt oft einen niedrigeren, aber kräftigen Neuaustrieb und mindestens eine Na

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Die jungen Rosettenpflanzen des Jakobskreuzkrautes enthalten noch wenige unangenehme Geschmacksstoffe und können daher von unerfahrenen oder hungrigen Tieren gegebenenfalls gefressen werden und zu Vergiftungen führen. Ältere Pflanzen sind geschmacklich von erfahrenen Tieren klar zu erkennen, mit oder ohne Blüten. Mähen vor der Blüte bewirkt oft einen niedrigeren, aber kräftigen Neuaustrieb und mindestens eine Nachblüte. Häufiges Mähen kann das normalerweise ein- bis zweijährige Jakobskreuzkraut zur mehrjährigen Staude werden lassen. Erst wenn die Samenbildung einsetzt, ist das Lebensziel der Pflanze erreicht und die Wurzel stirbt ab. Die Samen gemähter Pflanzen reifen nach. Schon aus diesem Grund muss das Mähgut entfernt werden. Wo dies nicht geschieht, ist zu bedenken, dass in getrocknetem Zustand die Pflanze von Weidetieren gefressen wird, da sich die den Verbiss verhindernden Bitterstoffe bei der Trocknung abbauen. Nach der Nachmahd dürfen Tiere dann erst wieder aufgetrieben werden, wenn sich die Pflanzenreste des Jakobskreuzkrautes vollständig zersetzt haben und nicht mehr vom Weidevieh aufgenommen werden können. Detaillierte Informationen zu allen Aspekten rund ums Jakobskreuzkraut bietet eine Broschüre der Landwirtschaftskammer NRW, die im Internet heruntergeladen werden kann unter www.landwirtschaftskammer.de/riswick/pdf/jakobskreuzkraut.pdf. (Folge 27-2018)