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Grasaufwuchs wie berechnen? Digital Plus

Ein Nachbar, der ab 2019 meine Flächen pachten wird, möchte schon jetzt von 4 ha den Grünlandaufwuchs ernten. Alle Arbeiten will er selbst ausführen. Was kann ich für den Aufwuchs verlangen?

Beim Grasverkauf sollten Sie Ihre entstandenen Kosten decken, dazu zählen beispielsweise Dünger und Flächenpacht.

Beim Grasverkauf sollten Sie Ihre entstandenen Kosten decken. Das sind im Wesentlichen die Düngerkosten, Kosten der Arbeitserledigung einschließlich anteiliger Festkosten und die Flächenpacht bzw. ein Pachtansatz bei Eigentumsfläche. Die gewährte entkoppelte Betriebsprämie können Sie gegenrechnen. So können Sie kalkulieren: Mittlere Grünlandstandorte erzielen etwa 95 dt Trockenmasse je Hektar und Jahr. Um dies zu

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Beim Grasverkauf sollten Sie Ihre entstandenen Kosten decken. Das sind im Wesentlichen die Düngerkosten, Kosten der Arbeitserledigung einschließlich anteiliger Festkosten und die Flächenpacht bzw. ein Pachtansatz bei Eigentumsfläche. Die gewährte entkoppelte Betriebsprämie können Sie gegenrechnen. So können Sie kalkulieren: Mittlere Grünlandstandorte erzielen etwa 95 dt Trockenmasse je Hektar und Jahr. Um dies zu erreichen, braucht das Grünland 250 kg N und eine Grunddüngungszufuhr nach Entzug von 75 kg P2O5 und 300 kg K2O, die eine ausgeglichene Bodenversorgung sicherstellen. Die aktuellen Mineraldüngerpreise liegen bei 0,81 € je kg N, 0,74 € je kg P2O5 und 0,72 € je kg K2O brutto. Daraus ergeben sich Düngerkosten von etwa 475 €/ha. Werden die Nährstoffe über organische Dünger geliefert, können sich andere Werte ergeben. Arbeitserledigungskosten entstehen, sofern der Nutzer alles komplett selbst erledigt, nur für die Berufsgenossenschaft, einen möglichen Festkostenanteil und Lohnanspruch. Diese Kosten belaufen sich auf etwa 60 €/ha. Die Flächenkosten für Grünland, bezogen auf die zu zahlende Pacht bzw. bei Eigentumsflächen über einen Pachtansatz, sind regional unterschiedlich. Wir haben sie mit 250 €/ha angesetzt. Die Betriebsprämie ist gegenzurechnen, sodass bei einer Vergütung von 525 €/ha und Jahr alle anfallenden Kosten abgedeckt wären. (Folge 39-2018)