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Spart NIRS-Sensor Laboranalyse? Digital Plus

Da meine Betriebsflächen im Roten Grundwasserkörper liegen, muss ich jährlich eine Gülleprobe untersuchen lassen. Muss ein Laborergebnis vorliegen oder reicht die NIRS-Analyse bei der Gülleausbringung? Was ist beim Nachrüsten eines Güllefasses mit einem NIRS-Gerät zu beachten, damit das Beprobungsergebnis bei Kontrollen anerkannt wird?

Der am Verteilfass angebrachte NIRS-Sensor analysiert permanent die Gülle und dosiert sie automatisch nach Stickstoffmenge/ha.

Die Landesdüngeverordnung NRW schreibt seit dem 1. August 2019 vor, dass das Aufbringen von Wirtschaftsdüngern sowie Gärrückständen auf Flächen in nitratbelasteten Gebieten nur erfolgen darf, wenn vor dem Aufbringen ­ihre Gehalte an Gesamtstickstoff, verfügbarem Stickstoff oder ­Ammoniumstickstoff und Gesamtphosphat auf der Grundlage anerkannter Messmethoden vom Betriebsinhaber oder in dessen Auftrag festgestellt worden sind. In Nordrhein-Westfalen werden folgende Untersuchungsmethoden anerkannt: 1. Laboruntersuchung gemäß VDLUFA-Methodenbuch durch anerkannte Labore, 2. NIRS unter Einhaltung der folgenden Vorgaben (vorläufige Anerkennung): DLG-Zertifizierung, regelmäßige Aktualisierung der Kalibration nach Herstellervorgaben (etwa jährlicher Wartungsvertrag) einschließlich regelmäßiger vergleichender Laboruntersuchungen sowie umfassende ­Dokumentation. Die Dokumentation, bezogen auf inne

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Die Landesdüngeverordnung NRW schreibt seit dem 1. August 2019 vor, dass das Aufbringen von Wirtschaftsdüngern sowie Gärrückständen auf Flächen in nitratbelasteten Gebieten nur erfolgen darf, wenn vor dem Aufbringen ­ihre Gehalte an Gesamtstickstoff, verfügbarem Stickstoff oder ­Ammoniumstickstoff und Gesamtphosphat auf der Grundlage anerkannter Messmethoden vom Betriebsinhaber oder in dessen Auftrag festgestellt worden sind. In Nordrhein-Westfalen werden folgende Untersuchungsmethoden anerkannt: 1. Laboruntersuchung gemäß VDLUFA-Methodenbuch durch anerkannte Labore, 2. NIRS unter Einhaltung der folgenden Vorgaben (vorläufige Anerkennung): DLG-Zertifizierung, regelmäßige Aktualisierung der Kalibration nach Herstellervorgaben (etwa jährlicher Wartungsvertrag) einschließlich regelmäßiger vergleichender Laboruntersuchungen sowie umfassende ­Dokumentation. Die Dokumentation, bezogen auf inner- und überbetrieblichen Wirtschaftsdüngereinsatz, muss grundsätzlich mindestens die folgenden Parameter umfassen: Datum, Wirtschaftsdüngerart, TS-Gehalt in % Frischmasse, Gesamt-Stickstoff (N) in % Frisch­masse und in kg/t bzw. m³ Frischmasse, Ammonium-Stickstoff (NH4-N) in % Frischmasse und in kg/t bzw. m³ Frischmasse, Phosphat (P2O5) in % Frischmasse und in kg/t bzw. m³ Frischmasse, Anteil tierischen Stickstoffs. Bei Anwendung der NIRS-Technik sind folgende Angaben zu dokumentieren: Schlagnummer und Schlag­name mit GPS-Koordinaten, Name und Betriebsnummer des Bewirtschafters der Fläche, ausführender Landwirt/Lohnunternehmer, der die Düngemaßnahme durchgeführt hat, Datum/Uhrzeit der Maßnahme, Applikationsweise, etwa Schleppschuh, Grubber, Strip-Till, Bezeichnung/Sensortyp, Seriennummer und Kalibrationsversion des NIRS-Systems, das die Messung durchführt einschließlich DLG-Zertifizierungscode, die für das Kalibrationsmodell erforderlichen Analysenprotokolle sind bei Bedarf vorzulegen, aktuelle Betriebsstunden, Ausführungs- oder Verfallsdatum der letzten Systemprüfung/Wartung durch den Hersteller, gesamte (schlagbezogene) Ausbringmenge in m³, über die gesamte (schlagbezogene) Ausbringmenge gemittelte Messwerte der genannten Mindestangaben inklusive TS-Gehalt. Weitere Vorgaben bei NIRS-Einsatz: Sofern eine Meldung gemäß § 3 WDüngNachwV erforderlich ist, sind mindestens je Aufbringungszeitraum ein Durchschnittswert der ermittelten Nährstoffgehalte (einschließlich TS-Gehalt), die Aufbringmengen und Wirtschaftsdüngerart gemäß des Lieferscheins „Deklaration Wirtschaftsdünger“ zu melden. Es wird hierbei zwischen drei Aufbringungszeiträumen unterschieden: frühes Frühjahr (Aufbringung zu Winterungen), spätes Frühjahr (Aufbringung zu Sommerungen) und Herbstaufbringung. Lassen sich über NIRS-Technik einzelne verpflichtend vorgegebene Parameter, etwa Phosphat, nicht ermitteln, ist der fehlende Wert über Probenahme und Nährstoffanalyse oder die Übernahme von Richt­werten der zuständigen Stelle (=  Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen) zu ermitteln. (Folge 41-2019)