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Wie Zwischenfruchtroggen säen? Digital Plus

Nach dem Mulchen des Körnermaisstrohs wollen wir im Frühjahr pflügen und Gerste anbauen. Ist es besser, den Mulch bis dahin als Decke liegen zu lassen oder eine Zwischenfrucht wie Roggen einzusäen? Lässt er sich vor dem Mulchen mit dem Düngerstreuer verteilen und keimt er durch die Mulchauflage? Oder ist es besser, nach dem Mulchen zu grubbern und den Roggen dann zu säen?

Zwischenfruchtroggen direkt einzumulchen mobilisiert zwar nur wenig ­Bodenstickstoff, benötigt aber deutlich mehr Saatgut und ist unsicher.

Eine einfache Antwort auf diese Frage gibt es nicht, da verschiedene Aspekte zu beachten sind und zusätzlich natürlich die Witterung mitspielen muss. Es ist sicherlich sinnvoll, das Maisstroh nach der Ernte von Körnermais zu mulchen. Das gemulchte Stroh kann aus rechtlicher Sicht bis zum Frühjahr als Mulchdecke auf der Fläche verbleiben. Die Einsaat einer Zwischenfrucht vor einer nachfolgenden Sommerung (Sommergerste) ist bislang gesetzlich nicht zwingend vorgeschrieben. Erkundigen Sie sich aber bei der Wassersc

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Eine einfache Antwort auf diese Frage gibt es nicht, da verschiedene Aspekte zu beachten sind und zusätzlich natürlich die Witterung mitspielen muss. Es ist sicherlich sinnvoll, das Maisstroh nach der Ernte von Körnermais zu mulchen. Das gemulchte Stroh kann aus rechtlicher Sicht bis zum Frühjahr als Mulchdecke auf der Fläche verbleiben. Die Einsaat einer Zwischenfrucht vor einer nachfolgenden Sommerung (Sommergerste) ist bislang gesetzlich nicht zwingend vorgeschrieben. Erkundigen Sie sich aber bei der Wasserschutzberatung, ob für die Fläche besondere Regelungen gelten. Die anstehende Novelle der Dünge-VO wird eventuell einen Zwischenfruchtanbau zwingend vorschreiben. Die Aussaat von Grünroggen mit dem Düngerstreuer vor dem Mulchen, ohne Bodenbearbeitung, kann unter günstigen ­Umständen (ausreichende Bodenfeuchte, garer Boden, ausreichender Herbizidabbau) zum Erfolg führen. Sie werden die Aussaatstärke gegenüber der üblichen Vorgehensweise aber um etwa 50 % erhöhen müssen. Aus Sicht des Wasserschutzes ist diese Vorgehensweise zu begrüßen, da die Mineralisation nicht weiter begünstigt wird. Unter sehr trockenen Bedingungen ist die Methode jedoch recht unsicher. Mit einer Bodenbearbeitung werden optimale Ausgangsbedingungen für den Aufgang des Grünroggens geschaffen, aber auch zusätzlicher Stickstoff mobilisiert. Aus Sicht des Wasserschutzes ist daher die Variante des Ausstreuens vor dem Mulchen am besten geeignet. Die Mineralisation ist nicht höher als beim ausschließlichen Mulchen und wahrscheinlich kann ein Grünroggenbestand etabliert werden. Wenn Ihr Ziel jedoch ein sehr gleichmäßiger Grünroggenbestand ist, sind Sie mit der Bodenbearbeitung auf der sicheren Seite. (Folge 36-2019)