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Welchen Mulcher für Maisstoppeln? Digital Plus

Wir möchten uns ein Mulchgerät kaufen, um Maisstoppeln und -stroh damit zu zerkleinern. Neben Silomais wird auch CCM produziert. Welcher Gerätetyp eignet sich dafür am besten, wie viel Schlepperleistung brauchen wir und mit welchen Kosten müssen wir rechnen?

Für die Zerkleinerung von Maisstroh werden Schneidwalzen, Kettenscheibeneggen, ­Sichel- und Schlegelmulcher eingesetzt. Insbesondere wenn sehr hohe Anforderungen an die Zerkleinerungsqualität und -intensität gestellt werden – wie bei der pfluglosen Bestellung nach Körnermais oder CCM –, sind Schlegelmulcher mit Hammerschlegeln und Gegenschneiden die besten Geräte. Wird nach Silomais pfluglos bestellt, werden die gleichen Anforderungen an die Zerkleinerungsintensität gestellt, die zu bearbeitende Materialmenge ist allerdings deutlich geringer. Hier können – bei einer möglichst ebenen Oberfläche sowie kurzer Stoppelhöhe bzw. tiefer Geräteeinstellung – sicherlich auch Sichelmulcher, die sich durch ihre großen Arbeitsbreiten auszeichnen, eingesetzt werden. Wi

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Für die Zerkleinerung von Maisstroh werden Schneidwalzen, Kettenscheibeneggen, ­Sichel- und Schlegelmulcher eingesetzt. Insbesondere wenn sehr hohe Anforderungen an die Zerkleinerungsqualität und -intensität gestellt werden – wie bei der pfluglosen Bestellung nach Körnermais oder CCM –, sind Schlegelmulcher mit Hammerschlegeln und Gegenschneiden die besten Geräte. Wird nach Silomais pfluglos bestellt, werden die gleichen Anforderungen an die Zerkleinerungsintensität gestellt, die zu bearbeitende Materialmenge ist allerdings deutlich geringer. Hier können – bei einer möglichst ebenen Oberfläche sowie kurzer Stoppelhöhe bzw. tiefer Geräteeinstellung – sicherlich auch Sichelmulcher, die sich durch ihre großen Arbeitsbreiten auszeichnen, eingesetzt werden. Wird gepflügt, sind die Anforderungen deutlich geringer. Allerdings können vorbereitende Maßnahmen, insbesondere bei langen Maisstoppeln oder großen Maisstrohmengen das Pflügen erheblich vereinfachen und das Verrotten des untergepflügten Materials beschleunigen. Alle Mulchgeräte können die Ernterückstände so weit vorbereiten, dass die exakte Pflugeinstellung mit einer gezielten Ablage des Maisstrohs in den Bereich zwischen Pflugsohle und 10 cm unter der Bodenoberfläche möglich wird. Zudem wird die Verstopfungsgefahr beim Pflügen verringert. Ähnliche Effekte können bei deutlich geringerer Zerkleinerungsintensität unter Umständen auch von der Schneidwalze erwartet werden. Die für die Funktionssicherheit notwendige hohe Fahrgeschwindigkeit von 15 km/h oder mehr setzt allerdings voraus, dass keine starken Steigungen zu bewältigen sind. Bindige, feuchte Böden und zähe Erntereste begrenzen ebenfalls die Funktionssicherheit des Gerätes. Eine intensive Zerkleinerung hat allerdings seinen Preis. Um auch für große Maisstrohmengen gewappnet zu sein, sollten ungefähr 40 bis 50 PS je m Arbeitsbreite an ins­tallierter Motorleistung bei Schlegelmulchern eingeplant werden. Für einen 2,80 m breiten Rotormulcher muss mit folgenden Kosten (inkl. MwSt., ohne Diesel) gerechnet werden: 1. Leichtes Mulchen (Silomais, 100 PS-Schlepper, 2,5 ha/Std.) bei 50 ha/Jahr: ca. 40 €/ha, bei 100 ha/Jahr: ca. 30 €/ha, bei 150 ha/Jahr: ca. 25 €/ha. 2. Schweres Mulchen (z. B. CCM, 150 PS-Schlepper, 2 ha/Std.) bei 50 ha/Jahr: ca. 50 €/ha, bei 100 ha/Jahr: ca. 40 €/ha, bei 150 ha/Jahr: ca. 35 €/ha. Es ist zu überlegen, ob eine einzelbetriebliche Mechanisierung Sinn macht oder ob nicht preiswerter über den Lohnunternehmer oder Maschinenring Arbeitskraft und Flächenleistung zugekauft werden sollte.