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Unkraut im Bodendecker Digital Plus

Vor zwei Jahren habe ich eine Freifläche mit Dickmännchen (Pachysandra) als Bodendecker bepflanzt. Die Freiflächen wurden dick mit Rindenmulch abgedeckt. Jetzt kommen immer mehr Unkräuter wie Melde, Vogelmiere, Klettenlabkraut, Ackerwinde, Acker­distel, Löwenzahn, Wegerich oder Ampfer zum Vorschein. Was kann ich dagegen unternehmen? Welche Pflanzenschutzmittel sind geeignet?

Es ist nicht möglich, in einer mit Pachysandra bepflanzten Fläche die von Ihnen genannten Unkräuter mithilfe von Pflanzenschutzmitteln zu bekämpfen. Denn sowohl die Dickmännchen als auch die Unkräuter gehören zu den zweikeimblättrigen Pflanzen. Herbizide, die eine Wirkung gegen zweikeimblättrige Unkräuter haben, würden daher auch Ihre Bodendecker beschädigen. Um die Anlage sauber zu halten, können Sie deshalb die Unkräuter nur durch kontinuierliches Jäten entfernen. Bei der ausdauernden Ackerwin

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Es ist nicht möglich, in einer mit Pachysandra bepflanzten Fläche die von Ihnen genannten Unkräuter mithilfe von Pflanzenschutzmitteln zu bekämpfen. Denn sowohl die Dickmännchen als auch die Unkräuter gehören zu den zweikeimblättrigen Pflanzen. Herbizide, die eine Wirkung gegen zweikeimblättrige Unkräuter haben, würden daher auch Ihre Bodendecker beschädigen. Um die Anlage sauber zu halten, können Sie deshalb die Unkräuter nur durch kontinuierliches Jäten entfernen. Bei der ausdauernden Ackerwinde mit ihrer tief reichenden Pfahlwurzel sollten die Wurzeln möglichst tief ausgestochen werden, um das Wiedererscheinen der Pflanzen möglichst hinauszuzögern. Auch die mehrjährigen Arten Löwenzahn, Ackerdistel, Ampfer und Wegerich sollten möglichst wurzeltief entfernt werden. Bei den Samen­unkräutern Melde, Vogelmiere und Klettenlabkraut ist es besonders wichtig, dass sie gejätet werden, bevor ihr Samen zur Reife gelangt. Bedenken Sie bitte, dass eine dicke Abdeckung mit Rindenmulch keinerlei Gewähr für eine dauerhafte Unkrautfreiheit bieten kann. Denn in dem darunter befindlichen Boden können sich bereits Wurzeln ausdauernder Unkräuter befinden, die sich unbemerkt etablieren können. Darüber hinaus kann der sich allmählich zersetzende Rindenmulch anfliegenden Samen ein Substrat bieten, auf dem sich Keimlinge gut entwickeln können. Grundsätzlich sollte Mulchmaterial nur in einer Dicke von 3 bis 5 cm aufgebracht werden. Sowohl für das Bodenleben und die kultivierten Pflanzen als auch für die Unterdrückung von Unkraut ist es sinnvoller, alle ein bis zwei Jahre in einer dünnen Schicht zu mulchen, als in größeren Abständen zu dicke Mulchschichten aufzubringen.