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Zuverdienst trotz vorzeitiger Rente? Digital Plus

Ich bin zu 50 % schwerbehindert und kann mit 60 Jahren und 8 Monaten in Rente gehen. Unser Nebenerwerbshof ist verpachtet. Eine PV-Anlage betreibe ich gewerblich. Wie viel darf ich hinzuverdienen? Meine Ehefrau ist über mich krankenversichert. Wir sind beide von der Alterskasse befreit. Sollte ich den Hof mit PV-Anlage auf meine Frau übertragen?

In der gesetzlichen Rentenversicherung gilt bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze eine Hinzuverdienstgrenze. Die Regelaltersgrenze bestimmt das Zugangsalter für die "normale" Altersrente. Da Sie mit 60 Jahren und 8 Monaten die Altersrente für Schwerbehinderte in Anspruch nehmen können, liegt Ihre Regelaltersgrenze bei 65 Jahren und 8 Monaten. Anspruch auf die Altersrente für schwerbehinderte Menschen haben Sie nur, wenn Sie mit Ihrem Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen die Hinzuverdienstgrenze nicht überschreiten. Für eine Vollrente liegt die Grenze bei 450 €/Monat.

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In der gesetzlichen Rentenversicherung gilt bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze eine Hinzuverdienstgrenze. Die Regelaltersgrenze bestimmt das Zugangsalter für die "normale" Altersrente. Da Sie mit 60 Jahren und 8 Monaten die Altersrente für Schwerbehinderte in Anspruch nehmen können, liegt Ihre Regelaltersgrenze bei 65 Jahren und 8 Monaten. Anspruch auf die Altersrente für schwerbehinderte Menschen haben Sie nur, wenn Sie mit Ihrem Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen die Hinzuverdienstgrenze nicht überschreiten. Für eine Vollrente liegt die Grenze bei 450 €/Monat. Bei einer Teilrente ist sie höher und von der Höhe der zuletzt gezahlten Rentenversicherungsbeiträge sowie davon abhängig, welche Teilrente Sie beanspruchen würden. Dazu sollten Sie sich im Detail von der Rentenversicherung beraten lassen. Arbeitsentgelt aus einer Beschäftigung werden Sie wohl nicht mehr erzielen. Bedeutung hat für Sie aber das Arbeitseinkommen. Es liegt dann vor, wenn steuerlich Einkommen aus Gewerbebetrieb, selbstständiger Tätigkeit oder Land- und Forstwirtschaft erzielt wird. Ihre Einkünfte aus der PV-Anlage sind gewerbliche Einkünfte. Ihre Pachteinnahmen sind Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, soweit Sie Ihren Betrieb steuerlich nicht aufgegeben haben. Wenn Sie Ihren Hof mit der PV-Anlage auf Ihre Ehefrau übertragen, dann würden bei Ihnen zwar die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft (Pachteinnahmen) und Gewerbebetrieb entfallen. Sie würden dann kein Arbeitseinkommen mehr erzielen und die Hinzuverdienstgrenze nicht erreichen. Ihre Ehefrau würde dann aber aus der beitragsfreien Familienversicherung (Krankenversicherung) herausfallen, wenn ihre erzielten Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft (Pachteinnahmen) und die gewerblichen Einkünfte und eventuell weitere Einnahmen die Grenze von 450 €/Monat überschreiten würden. Sie müsste sich dann freiwillig krankenversichern und Beiträge zahlen.